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Fondsprodukt in Planung

Kollektiv schlägt Indizes

Die Empfehlungen vieler Anleger ergeben eine bessere Performance als die Expertise weniger Fondsmanager. Der Wissensvorsprung solcher "Intelligent Recommendations" geht in Serie. Der Gründer des gleichnamigen Anbieters will ihn nun in einem eigenen Fonds nutzen.

Kollektive Intelligenz Schwarm Crowd 1408. | Quelle: colourbox

Corvin Schmoller rechnet mit einem Start seines Fonds im Frühsommer 2013, dann folgt die Nagelprobe, auch in einem echten Anlageprodukt die Überlegenheit seines Anlage-Ansatzes zu beweisen. Intelligent Recommendations will durch Empfehlungen vieler Anleger, die unbeeinflusst voneinander Aktienfavoriten benennen, einen Mehrwert schaffen.

Die nach einer eigenen Methode erhobenen und ausgewerteten Empfehlungen fließen in ein Anlageportfolio ein, das im geplanten Fonds mit echten Aktien unterlegt werden wird. Je nachdem, wie sich die Anlegerpräferenzen verändern, finden Umschichtungen im Fonds statt, die das Kurspotenzial der neu ausgewählten Anlagefavoriten ausnutzen sollen. Wer in der Empfehlungsliste des "Kollektivs" zurückfällt, wird aus dem Fonds verbannt.

30 Prozentpunkte besser als der Dax

In der Rückwärtsbetrachtung hat die Systematik von Intelligent Recommendations erstaunliche Erfolge verzeichnet. Per Ende des ersten Quartals 2013 hat sich der - noch fiktive - Aktienfonds deutlich besser geschlagen als wichtige Aktienindizes. So konnte er den Dax im Betrachtungszeitraum seit dem 20. Januar 2009 um 30 Prozentpunkte hinter sich lassen, den Weltindex MSCI World sogar um 48 Prozentpunkte.

Für den geplanten Fonds will das Unternehmen auch die Ergebnisse einer Aktientrend-Auswertung aus den abgegebenen Empfehlungen nutzen. Sie erlauben laut Schmoller eine Prognose der allgemeinen Marktentwicklung mit etwa zweimonatiger Vorlaufzeit. Derzeit deutet nach den Ergebnissen einiges darauf hin, dass die Aktienmärkte vor einer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung stehen.

Anlagefavoriten als Outperformer

Fortlaufende Empfehlungen aus der Anlegergemeinde lässt Schmoller bereits seit einigen Jahren in Musterdepots einfließen, die nach Risikoklassen und Anlagehorizont differenziert sind. Gegenüber den ermittelten Anlagefavoriten haben die Vergleichsindizes regelmäßig deutlich das Nachsehen: So konnte etwa der österreichische Anlagenbauer Andritz seit seiner Aufnahme in eines der Musterdepots (Risikoklasse: "Risikobereit") im August 2010 den österreichischen Auswahlindex ATX um 124,3 Prozentpunkte hinter sich lassen.

Im TecDax gehört der Medizintechnik-Hersteller Drägerwerk in der Anlageklasse "tendenziell risikobereit" zu den Top-Picks. Die Performance seit Aufnahme im November 2012: 32,8 Prozent. Dagegen hat der TecDax im selben Zeitraum nur 14 Prozent gewonnen.

Stand: 11.04.2013, 16:29 Uhr

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