1/6

Was gegen einen höheren Goldpreis spricht Contra

Prozentzeichen vor USA-Karte

Steigende Zinsen in den USA

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA könnte den Goldpreis zunehmend unter Druck setzen. Denn durch die steigenden Zinsen werden verzinsliche Anlagen wie Anleihen wieder interessanter. Gold dagegen, das keine Zinsen und keine Dividende abwirft, verliert an Glanz.

Was gegen einen höheren Goldpreis spricht Contra

Prozentzeichen vor USA-Karte

Steigende Zinsen in den USA

Die Aussicht auf weiter steigende Zinsen in den USA könnte den Goldpreis zunehmend unter Druck setzen. Denn durch die steigenden Zinsen werden verzinsliche Anlagen wie Anleihen wieder interessanter. Gold dagegen, das keine Zinsen und keine Dividende abwirft, verliert an Glanz.

Verschiedene Hunderteuro- und Hundertdollarscheine

Stärkerer US-Dollar

Die Zukunft des Euro ist ungewiss. Auch dürften die unterschiedliche Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks mit weiteren Zinserhöhungen in den USA den Dollar beflügeln und die Gemeinschaftswährung schwächen. Für europäische Anleger würde sich der Goldkauf dadurch verteuern, die Nachfrage aber unter Druck setzen. Das könnte den Preis für das gelbe Edelmetall nach unten drücken.

SPDR Gold Trust: Kursverlauf am Börsenplatz Nyse für den Zeitraum 1 Jahr

SPDR Gold Trust

Seit der Trump-Wahl ziehen Investoren Geld aus den Gold-ETFs ab. Zuletzt gab es 19 Tage hintereinander Abflüsse. Zuvor allerdings hatten die ETFs erstmals seit drei Jahren wieder Milliarden-Zuflüsse verzeichnet. Gerade langfristig denkende Privatanleger sollten beachten: Während der SPDR Gold Trust in den letzten fünf Jahren knapp zwei Prozent einbüßte, ließ sich mit dem iShares ETF auf den Dax ein Plus von 80 Prozent erzielen.

Rikscha im Regen in Kalkutta

Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern

Gold genießt vor allem in Schwellenländern wie Indien, der Türkei und Pakistan einen hohen Stellenwert als Wertanlage in Form von Schmuck. Doch das Wirtschaftswachstum in diesen Ländern geht zurück, die Verbraucher müssen den Gürtel enger schnallen. Dies dürfte zu einer verringerten Nachfrage nach Gold führen und folglich die Preise belasten.

Fallender Chart und aufsteigender Pfeil

Chart

Anleger sollten auch nicht vergessen, wie schwankungsanfällig die Preise für Gold sind: So hat das Edelmetall zwischen 1981 und 2000 rund 80 Prozent an Wert eingebüßt. Damit spricht allein schon der historische Kursverlauf eindeutig gegen Gold. Dass es kurzfristig auch mal nach oben geht, erscheint da eher die Ausnahme als die Regel.

Boote im Hafen

Kein Bedarf an sicheren Häfen

In der Vergangenheit sorgten politische Krisen oder Einbrüche am Aktienmarkt stets für einen Anstieg der Goldpreise, galt das Edelmetall doch als sicherer Hafen in schweren Zeiten. Die Trump-Wahl und das Nein zur Verfassungsreform in Italien haben aber zuletzt nicht zu einem Run auf Gold geführt. Insofern hat das Edelmetall seine Rolle als Krisenwährung eingebüßt - zumindest teilweise.

Darstellung: