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Was für einen höheren Goldpreis spricht Pro

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum 1 Jahr

Gold in US-Dollar

Nach zwei Verlustjahren hat sich Gold 2016 wieder gefangen. Der Preis pro Feinunze zog um elf Prozent, in Euro gerechnet gar um 13 Prozent wieder an. Zuletzt fraß aber der "Trump-Effekt" einen Teil der Gewinne auf.

Was für einen höheren Goldpreis spricht Pro

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum 1 Jahr

Gold in US-Dollar

Nach zwei Verlustjahren hat sich Gold 2016 wieder gefangen. Der Preis pro Feinunze zog um elf Prozent, in Euro gerechnet gar um 13 Prozent wieder an. Zuletzt fraß aber der "Trump-Effekt" einen Teil der Gewinne auf.

Euroscheine im Strudel

Steigende Inflation

Gold gilt als klassischer Inflationsschutz. Zieht die Inflation an, steigt meist der Preis für das gelbe Edelmetall. So ist zumindest in den USA die Inflation zurückgekehrt. Im Oktober erhöhten sich die Verbraucherpreise um 1,6 Prozent. In der Eurozone liegt die Inflation noch knapp über null, dürfte aber wegen des gestiegenen Ölpreises auch spürbar steigen. Steigt die Inflation schneller als die Zinsen, würde der Goldpreis davon profitieren. Manche Experten sehen freilich erst ab einer Inflationsrate von sieben Prozent einen kräftigen Schub für den Goldpreis.

Goldschmuck

Steigende Gold-Nachfrage

2016 ist die weltweite Nachfrage nach Gold gestiegen. Vor allem die Notenbanken der Schwellenländer und Kleinanleger kaufen zunehmend Gold. In Indien wird Gold besonders in der Hochzeitssaison verschenkt. Allerdings: Der Einfluss der Schmuckindustrie hat deutlich abgenommen. Dominierte sie vor 15 Jahren mit 84 Prozent die Nachfrage, bestimmt sie heute nur noch gut die Hälfte des Markts.

Australische Goldmine Sunrise Dam von Anglogold Ashanti.

Schrumpfendes Angebot

Angesichts der niedrigen Preise wird die Minenproduktion immer unrentabler. Deshalb ist in den kommenden Jahren mit einem Rückgang der Produktion zu rechnen. Schon jetzt ist das Angebot an recycletem Gold deutlich um 500 Tonnen gesunken. Eine Verknappung des Angebots würde den Goldpreis anheizen.

Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve (Fed)

Lockere Geldpolitik der Notenbanken

Die Nullzinsen und die expansiven Maßnahmen der Notenbanken haben lange Zeit den Goldpreis beflügelt. Denn eine lockere Geldpolitik drückt tendenziell auf die Renditen und Zinsen. Sie macht dadurch die Geldanlage in zinslose Sachwerte wie Gold attraktiver.

Geschäftsmann auf Hochseil über einer Stadt balancierend

Zunehmende Schwankungen an den Aktienmärkten

Je mehr die Volatilität an den Börsen zunimmt, desto eher dürften Anleger ihr Portfolio diversifizieren und auf Gold als Beimischung setzen. Das hat sich 2016 gezeigt. Die starken Schwankungen an den Aktienmärkten halfen dem Goldpreis.

Die Euro-Zone bröckelt

Zusammenbruch der Euro-Zone

Der Brexit war für Europa ein schwerer Rückschlag. Andere Länder könnten dem Beispiel der Briten folgen und die EU verlassen. Sollte sich bei Neuwahlen in Italien die Fünfsterne-Bewegung durchsetzen oder sollte gar Marine Le Pen die Präsidentschaftswahlen in Frankreich gewinnen, könnten die Populisten dort das Volk über den Verbleib in der Eurozone entscheiden lassen. Ein Zusammenbruch der Eurozone würde wahrscheinlicher - was dem Goldpreis Auftrieb geben würde. Ein solches Szenario halten aber die meisten Experten momentan für unwahrscheinlich.

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