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Rohstoffe

Warren Buffett

"Kein Investment, sondern Spekulation"

Warren Buffett, der Goldhasser

Stand: 08.10.2014, 16:19 Uhr

Der Milliardär und Star-Investor hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit einem phänomenalen Erfolg auf die Suche nach profitablen "Deals" gemacht. Das Edelmetall Gold ist nach seiner Ansicht noch nie ein gutes Geschäft gewesen.

Buffett hat in den vergangenen Jahren nie ein Blatt vor den Mund genommen, um seine Meinung zu dem begehrten Edelmetall zum Ausdruck zu bringen. Sein Hauptargument stets: "Gold ist faul und hat keine Berechtigung in einem Portfolio." Oder auch: Gold sei eine "unproduktive Wertanlage". "Sie können Ihren Goldwürfel streicheln, doch er wird dies nie erwidern", wird der US-Milliardär in einem aktuellen Beitrag des Schweizer Internet-Magazins "Finews" zitiert.

Lieber "neues Vermögen schaffen"

Aus Sicht des Unternehmenskäufers und Sammlers von Beteiligungen an vielerlei Firmen rund um den Globus ist die Argumentation leicht nachvollziehbar. Buffett hält stets nach Unternehmen Ausschau, die wachstumsstark sind und permanent "neues Vermögen" schaffen. Dies sei der wahre und ewige Zyklus in der Volkswirtschaft. Die Aktienkurse halten in der Regel Schritt mit dem Wachstum seiner Firmen und bescheren den Aktionären der Beteiligungs-Gesellschaft Berkshire Hathaway bereits seit Jahrzehnten recht konstant hohe Renditen.

Berkshire Hathaway A: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
190.243,92
Differenz absolut
-1433,00
Differenz relativ
-0,75%

Zu den Beteiligungen von Buffetts Investment-Vehikel zählen Coca-Cola, der Ölkonzern ConocoPhilips, Pampers-Hersteller Procter & Gamble und auch die Münchener Rückversicherung.

Ackerland plus Exxon

Bei Gold sieht die Rechnung prinzipiell anders aus, so Buffett: Wer Gold kaufe, hoffe darauf, einen "Dümmeren zu finden, der bereit ist, zu einem späteren Zeitpunkt dieses unproduktive Metall zu einem höheren Preis zu kaufen". Hätte man das gesamte Gold der Erde als Kapital zur Verfügung (geschätzt etwa 9,6 Billionen Dollar), so Buffett, dann könne man amerikanisches Ackerland kaufen, das jährlich alleine 200 Milliarden Dollar an Erträgen abwerfen würde. Zusätzlich hätte man noch Geld, um 16mal den Ölmulti ExxonMobil zu kaufen, der rund 40 Milliarden Dollar jährlich an Reingewinn abwerfen würde.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.326,60
Differenz absolut
6,33
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+0,48%
Gold in Euro: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
1.182,85
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6,18
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+0,53%

Gold dagegen sei kein Investment, sondern reine Spekulaton. "Wenn die Marsmenschen das sähen, sie würden sich am Kopf kratzen".

AB

Alle Kommentare (3)

Kommentar von "Julian bart" am 09.10.2014, 05:24 Uhr

Warum haben nur alle Notenbanken der Welt Gold in ihren Tresors und kaufen auch zunehmend dazu??? Am besten mal die beiden großartigen und erhellenden Bücher der Spiegel Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik lesen. Danach ist man sehr viel schlauer. Auch mein tipp an Herrn Buffet.

Kommentar von "Oliver" am 08.10.2014, 21:48 Uhr

Warren Buffett ist zu Recht eine Investorenlegende, aber bei Gold halte ich ihn für kurzsichtig. Er gibt selbst zu, enormes Glück gehabt zu haben, als - männlicher - Weißer - in den USA - Anfang der Dreißiger Jahre geboren worden zu sein. Auf dieser Basis konnte man tatsächlich ein Leben lang durch Aktienkäufe ein Vermögen anhäufen, aber für die Mehrheit der Menschen, selbst in der entwickelten Welt, trifft das nicht zu. Da gehen Staaten pleite, verlieren Währungen ihren Wert, werden Menschen enteignet, toben Kriege und Seuchen. Und in alle dem Chaos hat man mit Gold zumindest immer eine gewisse Vermögenssicherung erreichen können, während tausende von Unternehmen mitsamt ihren Aktien längst im Dunkel der Geschichte verschwunden sind.

Kommentar von "Braun" am 08.10.2014, 19:49 Uhr

Buffett ist ein alter Greis. Er macht lediglich eines richtig. Er sitzt die Verluste lange aus, da nach Regen immer Sonnenschein folgt und ein Fundamental gesundes Unternehmen immer Rendite abwirft. Es wird ja regelmäßig von Anlageberatern berichtet, die das Geld ahnungsloser Leute durchbringen. Und da geht es nicht um Peanuts. Für alles benötigt man in Europa einen Nachweis, ob Führerschein oder Personalausweis, ob Versicherungskarte oder Ausbildungsnachweis. Aber um Kursprognosen oder Aktienempfehlungen über Internetportale oder Boersenbriefe zu publizieren, benötigt man noch nicht einmal einen Schulabschluß. Und das wird auch noch von renomierten Organisationen / Institutionen unterstützt. Als ob wir nicht schon genug Probleme durch andere Nationen in Europa haben.

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