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Ölpreis: Pro und Contra Wie geht es weiter?

Schweine im Stall

Pro: Zurückgehende Investitionen

Versetzen wir uns mal in einen Öl-Manager - wenn Sie auf Ihre durch den Preisverfall stark gesunkenen Einnahmen schauen und an mögliche Ausgaben denken würden, wie würden Sie da wohl handeln? Genau, Sie würden vermutlich ihr Geld zusammenhalten und nur die allernötigsten Investitionen vornehmen. Investitionen in eine große Zahl neuer Vorkommen gehören sicherlich nicht dazu. Das mindert längerfristig die Chancen und sorgt für ein zunehmendes Ölangebot - der klassische Schweinezyklus setzt sich mal wieder in Bewegung.

Ölpreis: Pro und Contra Wie geht es weiter?

Schweine im Stall

Pro: Zurückgehende Investitionen

Versetzen wir uns mal in einen Öl-Manager - wenn Sie auf Ihre durch den Preisverfall stark gesunkenen Einnahmen schauen und an mögliche Ausgaben denken würden, wie würden Sie da wohl handeln? Genau, Sie würden vermutlich ihr Geld zusammenhalten und nur die allernötigsten Investitionen vornehmen. Investitionen in eine große Zahl neuer Vorkommen gehören sicherlich nicht dazu. Das mindert längerfristig die Chancen und sorgt für ein zunehmendes Ölangebot - der klassische Schweinezyklus setzt sich mal wieder in Bewegung.

Ölsandgewinnung und Umweltschäden in Kanada

Pro: Unwirtschaftlichkeit vieler Vorkommen

Viele Ölvorkommen wie die Ölsände im kanadischen Alberta lohnen sich die nicht mehr. Experten schätzen die Förderkosten je nach Vorkommen auf 50 bis 100 Dollar je Barrel. Es droht ein weniger starkes Plus bei der Ölproduktion als bisher angenommen.

SUVs beim Autohändler

Pro: Steigende Nachfrage

Durch die stark gesunkenen Ölpreise ist es nicht mehr so attraktiv wie früher, Öl einzusparen. Sei es das Festhalten an der alten Ölheizung oder der Kauf eines spritdurstigen SUVs - die niedrigen Ölpreise dürften die Verbrauch stützen, wenn nicht sogar anheizen.

Erdölförderanlage

Pro: Peak Oil

In den vergangenen Jahren ist das Ölangebot viel stärker angestiegen als von Pessimisten erwartet. Dennoch lauert das Phänomen "Peak Oil" im Hintergrund. Dieses besagt, dass die tägliche Förderung nicht beliebig ausgeweitet werden kann. Bei einer entsprechend hohen Nachfrage könnte Öl zu konstanten Preisen längerfristig eben doch knapp werden. Um Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen, müssten dann die Preise zulegen.

10-Dollar-Note

Pro: Großer Pessimismus

An den Ölmärkten herrscht derzeit großer Pessimismus. Gerade erst veröffentlichte die britische Bank Standard Chartered eine Prognose, laut der sie einen Rückgang des Preises auf zehn Dollar für möglich hält. Wertet man das als Kontraindikator, könnte der Boden für das "schwarze Gold" recht nahe sein.

Pro: Geopolitische Spannungen

Der Nahe und Mittlere Osten gleicht auch zu Beginn des Jahres 2016 einem Pulverfass. Die Spannungen zwischen den beiden erbitterten Feinden Saudi-Arabien und Iran waren zuletzt mit dem Abbruch der dipomatischen Beziehungen durch die Saudis eskaliert. Ein möglicher Krieg würde den Ölmarkt extrem nach oben katapultieren.

Der Ölpreis purzelt

Contra: Trend

Der Trend ist eindeutig: Die Ölpreise befinden sich in freiem Fall. Zwar ist jederzeit kurzfristig einen Gegenreaktion möglich. Doch von einer generellen Trendumkehr ist der Ölmarkt derzeit weit entfernt.

OPEC-Gebäude in Wien

Contra: Opec

Es gab tatsächlich Zeiten, da trieb die Opec den Ölmarkt vor sich her. Doch seit einigen Jahren scheinen zumindest dem wichtigsten Mitglied Saudi-Arabien die Ölpreise herzlich egal zu sein. Das Land pumpt, als gäbe es kein Morgen. Solange sich das Öl-Kartell so uneinig ist, dürften die Ölpreise keinen nachhaltigen Schub nach oben erhalten.

Ölwelle

Contra: Steigendes Angebot aus dem Iran

Nach dem Atomabkommen zwischen dem Iran und dem Westen aus dem vergangenen Jahr dürfte das Land aus dem Nahen Osten seine Ölproduktion in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. Der Iran verfügt über die viertgrößten Erdölvorkommen der Welt.

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