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Kurze Verschnaufpause
Goldpreis vor neuem Allzeithoch?
Der Preis für das begehrte Edelmetall dümpelte zuletzt vor sich hin. Damit dürfte es aber bald vorbei sein, vermuten Analysten. Dann dürfte er wieder anziehen.
Setzt der Goldpreis zu einem neuen Allzeithoch an?
Die Euphorie rund um Gold ist zuletzt abgeebbt. Der Goldpreis tendierte leicht rückläufig und notiert nun bei rund 1.346 Euro je Feinunze. Doch das ist nur eine Verschnaufpause. Zumindest wenn es nach Axel Rudolph geht.
Der technische Analyst der Commerzbank sieht den Goldpreis bald wieder auf Erfolgskurs, hin zu einem neuen Allzeithoch. In den kommenden drei Wochen könnte er seiner Meinung nach sogar die Schwelle von 1.400 Euro pro Feinunze überschreiten. Die nächste interessante Marke auf dem Weg nach oben wartet bei 1.421,65 Euro.
Gold - ein alt bewährtes Mittel gegen Inflation
Auch aus fundamentaler Sicht gibt es Anzeichen für eine neue Rally. Dafür liefert Eugen Weinberg, der Chef-Rohstoffanalyst der Commerzbank, das wenig originelle, aber alt bewährte Argument: "Da wir überzeugt sind, dass die gegenwärtig extrem expansive Geldpolitik der Weltzentralbanken langfristig in einer hohen Inflation mündet", erklärt er, "soll Gold Schutz bieten und wird verstärkt von Investoren nachgefragt."
Selbst die Zentralbanken entdecken ihm zufolge das glänzende Metall als Reserve-Währung und decken sich seit wenigen Jahren auf dem Goldmarkt massiv ein. Beim Goldpreis in Dollar rechnet Weinberg deshalb in den kommenden Monaten mit einem Anstieg von derzeit rund 1.725 Dollar auf 2.000 Dollar je Unze.
Doch der Commerzbank-Analyst warnt: "Die Gefahr für den Goldpreis geht vor allem von den westlichen Zentralbanken aus, die irgendwann zu ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich die Gewährleistung des Kaufpreiserhalts der Währung, zurückkehren." Und er ergänzt: Sollten die Realzinsen wieder deutlich steigen, dann wird das beliebte Edelmetall dadurch unattraktiver.
Stand: 21.11.2012, 16:54 Uhr