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Gold

Zwei Goldbarren spiegeln sich auf goldenem Untergrund

Preis zieht an

Gold glänzt wieder - ein bisschen

Stand: 10.12.2014, 11:38 Uhr

Freunde des gelben Edelmetalls dürfen aufatmen: Der Goldpreis hat offenbar einen Boden gefunden und steigt wieder. Nach den hohen Verlusten im Vorjahr könnte in diesem Jahr sogar wieder ein kleiner Gewinn winken.

Was ist los beim Goldpreis? Seit mehreren Tagen ist das gelbe Edelmetall wieder begehrt. Im Dezember verteuerte sich die Feinunze (31,1 Gramm) über vier Prozent auf 1.230 Dollar. In Euro lag der Anstieg bei fast sechs Prozent. Die psychologisch wichtige Marke von 1.000 Euro ist in Reichweite gerückt.

Profiteur der Unsicherheit

Alleine in dieser Woche ist der Goldpreis um fast 40 Dollar nach oben geklettert. Angesichts der Turbulenzen am Ölmarkt und der heftigen Kursschwankungen an den Börsen haben viele Anleger Gold als sichere Geldanlage wiederentdeckt.

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Die Analysten der Commerzbank verweisen auf eine spürbar anziehende Nachfrage nach Münzen und Barren. Die Aussicht auf eine Geldflut in Europa und Japan dürfte Gold als sicheren Vermögenswert im nächsten Jahr wieder attraktiver machen, meinen sie. "Wir rechnen in den kommenden Monaten bei Gold mit einem stabilen Preisverlauf in Dollar und einem Preisanstieg in Euro."

Kommt jetzt wieder eine Hausse?

Nach Ansicht vieler Fachleute befindet sich der Goldmarkt derzeit in einer Phase der Neuorientierung nach einer drei Jahre währenden Baisse. Für eine kräftige Preiserholung fehlen derzeit allerdings umfangreiche Käufe physischen Goldes in Indien und China.

Manche Charttechniker sind inzwischen sehr optimistisch für Gold gestimmt. Der Markt bereite sich auf eine mehrjährige Hausse vor; zitiert die "FAZ" einen Experten. Allerdings sei aus technischer Sicht noch ein letzter Preisrückgang notwendig, ehe die Hausse beginnen könne.

Erholung seit November

Anfang November war mit 1.131 Dollar der Goldpreis auf den tiefsten Stand seit Mitte 2010 gefallen. Danach sorgte die letztlich gescheiterte Schweizer Gold-Initiative für eine Berg-und Talfahrt. Zeitweise gab es Spekulationen, dass die Eidgenossen die Initiative annehmen. Dann hätte die Schweizer Notenbank milliardenschwere Goldkäufe tätigen müssen – und wahrscheinlich den Preis des gelben Edelmetalls kurzzeitig beflügelt.

Aber auch ohne das Ja der Schweizer scheint das Jahr nun doch noch glimpflich zu enden für Gold-Anleger. Aktuell notiert das gelbe Edelmetall leicht im Plus.

nb

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