Rohstoffe

Gestapelte Goldbarren

Nordkorea-Krise sorgt für Nachfrage Gold bekommt noch einen Schub

Stand: 04.09.2017, 08:45 Uhr

Auf den höchsten Stand seit fast einen Jahr hat sich der Goldpreis nach oben geschraubt. Der erneute Atomtest in Nordkorea hat die Notierungen angetrieben. Das Umfeld bleibt aber auch unabhängig davon günstig.

Bis auf knapp 1.339 Dollar je Feinunze verteuerte sich das Edelmetall am Montagmorgen. Am Sonntag hatte die Meldung von einem Wasserstoff-Bombentest in Nordkorea die Finanzmärkte erneut verschreckt. Damit notiert der Goldpreis zu Wochenbeginn rund 14 Dollar höher als noch am Freitag.

Gutes Jahr für Gold

Gold in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Insgesamt fällt die Jahresbilanz für Gold-Anleger inzwischen sehr positiv aus. Im Vergleich zum Jahresbeginn verbucht das Edelmetall - in Dollar gerechnet - inzwischen einen Wertzuwachs von rund 15 Prozent. Im Vergleich zu den meisten Aktienindizes liegt Gold damit, anders als in den Vorjahren klar in Front.

Gold wird derzeit seiner Rolle als "Krisenwährung" gerecht. Experten wie Barnabas Gan von der Oversea-Banking Corp in Singapur gehen davon aus, dass sich der Konflikt um Nordkorea nicht so schnell entschärfen lassen wird.

Politisches Hickhack in den USA

Aber auch über die Auseinandersetzung mit dem Regime in Pjöngjang hinaus liegt Gold derzeit im Trend. Das politische Hickhack in den USA unter Donald Trump etwa sorgt bei Investoren global für Verunsicherung. Derzeit steuert die USA wieder einmal auf die Schuldenobergrenze zu, die Regierung könnte erneut ihre Zahlungsunfähigkeit erklären müssen.

Dollar bleibt schwach...

Zudem kommt die Schwäche des US-Dollars gegenüber vielen anderen Währungen der Gold-Nachfrage entgegen. Denn Gold wird auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt - und sinkt der Dollarkurs wird der Goldkauf für Anleger außerhalb des Dollarraums attraktiver.

...Zinsen weiter niedrig

Und nicht zuletzt ist eine rasche Zinsanhebung in den USA durch eher schwache US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag wieder etwas unwahrscheinlicher geworden. Bleiben die Zinsen tendenziell tiefer, bleibt auch die Goldanlage, die weder Zinsen noch Dividenden abwirft, vergleichsweise interessanter.

AB

1/10

In Gold anlegen - aber richtig Barren oder Zertifikate

Goldener Topf voller Geldstücke

Physisches Gold

Die klassische und älteste Methode für Goldinvestments ist das physische Gold. Hier bieten sich einerseits Barren als auch Münzen an. Für Anleger in physischem Gold ist der Goldpreis in Euro maßgeblich. Für das Anlageergebnis spielt also der Euro-Dollar-Kurs eine große Rolle: Ist der Euro schwach, gewinnt der Anleger verglichen mit der international betrachteten Goldnotierung in Dollar etwas dazu - und umgekehrt.

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