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Alternative Anlagen

Diamanten auf einem Tuch

Diamanten-Report

Funkeln die Diamanten noch?

Stand: 14.01.2016, 11:16 Uhr

Die Preise für Diamanten standen zuletzt ordentlich unter Druck. Doch Experten sehen einen Hoffnungsschimmer - ab 2019.

Der Diamanten-Markt ist von der weltweiten Konjunktur abhängig: Stottert der Wirtschafts-Motor, kauft Vati für Mutti keine Armbänder mit funkelnden Steinen. Das zeigt auch ein Blick in die jüngste Vergangenheit: Im Jahr 2014 und den ersten neun Monaten 2015 sind die Diamanten-Preise unter Druck geraten. Das Preiswachstum bei Diamanten zeigt auch eine Grafik von Statista.

Die Unternehmensberatung Bain & Company ist in ihrem "Diamanten-Report" jedoch positiv gestimmt. Denn zukünftig werde die Nachfrage nach Diamanten das Angebot übersteigen.

Chart: Durchschnittliches jährliches Preiswachstum von Diamanten

Durchschnittliches jährliches Preiswachstum von Diamanten. | Bildquelle: statista, Grafik: boerse.ARD.de

Pessimismus für den chinesischen Markt

Laut der Studie schrumpft der Diamanten-Abbau bis 2030 jährlich um ein bis zwei Prozent, schuld seien unter anderem alternde Minen. In den vergangenen Jahren stagnierte die Rohdiamantenproduktion bereits, wie die Grafik von Statista zeigt. Die Nachfrage nach den funkelnden Steinen wachse indes jährlich drei bis vier Prozent, ab 2019 werde sie das Angebot übersteigen.

Pessimistischer sind die Unternehmensberater für den chinesischen Markt, sie rechnen mit einer Stagnation der Nachfrage. Bis 2030 gehen die Experten von einem jährlichen Wachstum von 4,0 bis 5,5 Prozent aus.

Globale Produktion von Rohdiamanten von 2005 bis 2013 (in Mio. Karat)

Rohdiamantenproduktion. | Bildquelle: Statista, Grafik: boerse.ARD.de

Ein Händler prüft einen Diamanten

Diamanten: roh oder geschliffen?

Das Gewicht des Diamanten wird in Karat gemessen, die Abkürzung lautet ct. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Jeder Diamant ist ein Einzelstück, der Preis wird individuell verhandelt und beurteilt. Er hängt von vier subjektiven Bewertungskriterien ab, den sogenannten 4 Cs: Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Carat (Gewicht) und Cut (Schliff). Ein Fachmann bewertet also die Qualität des Schliffs, die Schönheit der Farbe und den Grad der Reinheit.

Das Problem ist, dass es natürlich Moden gibt, die den Preis beeinflussen. Außerdem handeln Händler und Zwischenhändler oft mit zweistelligen Margen. Der Stein geht üblicherweise durch viele Hände, bevor er beim Käufer landet - und alle wollen verdienen.

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