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Happy Birthday, Krügerrand! Gold, Gold, Gold

Krugerrand

Die Nummer 1: Der Krügerrand

Die mit Abstand beliebteste Goldmünze ist der Krügerrand. der gerade seinen 50. Geburtstag feiert. Seit seiner Einführung 1967 gingen davon mehr Münzen über den Tisch als von allen anderen Goldmünzen zusammen. Vielleicht wegen der schönen Optik? Nein, gemeint ist nicht Paul Kruger, der die Vorderseite der Münze prägt und der von 1882 bis 1902 Präsident der Südafrikanischen Republik war.

Happy Birthday, Krügerrand! Gold, Gold, Gold

Krugerrand

Die Nummer 1: Der Krügerrand

Die mit Abstand beliebteste Goldmünze ist der Krügerrand. der gerade seinen 50. Geburtstag feiert. Seit seiner Einführung 1967 gingen davon mehr Münzen über den Tisch als von allen anderen Goldmünzen zusammen. Vielleicht wegen der schönen Optik? Nein, gemeint ist nicht Paul Kruger, der die Vorderseite der Münze prägt und der von 1882 bis 1902 Präsident der Südafrikanischen Republik war.

Die Rückseite einer Krügerrand Goldmünze

Ein Springbock auf der Rückseite

Optisch schön ist einfach der "Springbock" auf der Rückseite, eine Antilopenart, das Wahrzeichen Südafrikas. Auch aus Anlegersicht ist die Münze attraktiv. Sie ist als offizielles Zahlungsmittel eine steuerfreie Anlage. Vor allem im deutschsprachigen Raum ist die Münze beliebt. Hier wird etwas mehr als die Hälfte der Münzen abgesetzt.

Krugerrand-Münze in einer Münzschachtel

Im Ausland sagt man "Krugerrand"

Übrigens heißt es nur im deutschsprachigen Raum "Krügerrand" - richtig heißt es "Krugerrand" - eben weil Paul in Südafrika Kruger und nicht Krüger hieß. Seine Vorfahren stammen aber aus Deutschland, und hießen dort Krüger. Die Münze hat eine markante rötliche Färbung, weil ihr rund acht Prozent Kupfer als Legierungsmetall beigemischt werden. Das macht sie härter und unempfindlicher als Feingold. Der Krügerrand ist dafür insgesamt etwas schwerer als andere Münzen, 33,9 Gramm statt 31,1 Gramm, was dem üblichen Goldmünzengewicht einer Feinunze entspricht.

American Eagle

Abgekupfert - der American Eagle

Quasi abgekupfert haben die Amerikaner bei den den Südafrikanern: Wie dem Krügerrand mischten sie ihrem American Eagle Kupfer bei, um die Münze gegen Kratzer widerstandsfähiger zu machen. Zudem ist noch ein bisschen Silber dabei. Für echte Goldmünz-Liebhaber ist der American Eagle daher nicht ganz so attraktiv - er spielt trotzdem in der Liga der weltweit bekanntesten und meistverkauften Anlagemünzen mit einer Feinunze Gold mit.

Amerikanische Goldmünze

Symbole der Freiheit: Adler und Lady Liberty

Wie der Name schon sagt: Auf dem "Gold Eagle", wie die Amerikaner ihre Goldmünze liebevoll nennen, prangt der Adler, das Wappentier der USA. Ein männlicher Adler breitet seine Flügel aus, und fliegt mit einem Olivenzweig über den Horst mit weiblichen Adler und Jungem. Auf der Vorderseite ist die Freiheitsstatue zu sehen, "Lady Liberty" verkörpert die Werte Freiheit und Unabhängigkeit.

Britannia Goldmünze

Very britisch: die Britannia

Unschwer zu erraten: Die "Britannia" ist britisch. Wie bei Krügerrand und American Eagle ist auch bei ihr nicht alles Gold. Ein bisschen Kupfer ist dabei, und Silber. Der Name stammt aus der römischen Zeit, als die Romano-Briten das Land Britannien als Göttin verehrten. Heute ist Britannia das Symbol für das gesamte Königreich Großbritannien. Die Göttin Britannia ist auf der Vorderseite der Münze zu sehen, mit wehendem Gewand, Helm, Schild und Dreizack. Hier sehen Sie allerdings die Rückseite: mit Queen Elisabeth II.

Die Rückseite einer Maple Leaf Goldmünze

Der Maple Leaf - mehr als ein kanadisches Ahornblättchen

Das Porträt der englischen Königin ist auf einigen Goldmünzen verewigt, so auch auf der Rückseite der kanadischen Goldmünze, dem "Maple Leaf". Formal ist Kanada schließlich konstitutionelle Monarchie, und Elisabeth II. die Königin des Landes. Auf der Vorderseite zeigt die Münze aber, was ihr Name verspricht: ein Ahornblatt, das Symbol Kanadas. Der Maple Leaf gehört zu den bekanntesten und am meisten gekauften Münzen der Welt.

Wiener Philharmoniker Goldmünze

Wiener Philharmoniker sind Pate

Auch die "Wiener Philharmoniker" spielen ganz vorn mit im Ensemble der beliebtesten Gold-Münzen. Solche bekannten Münzen lassen sich leicht wieder verkaufen. Für die österreichischen Münzen war das weltberühmte Wiener Orchester Namenspate. Auf der Rückseite sind verschiedene Instrumente der Wiener Philharmoniker abgebildet. Auf der Vorderseite die vom Neujahrskonzert bekannte Orgel aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.

China Panda Goldmünze

Seltenes Gesicht: der Gold-Panda

Nicht ganz auf Augenhöhe mit Krügerrand, Golden Eagle, Wiener Philharmoniker und Maple Leaf ist der Gold-Panda aus China. Denn die Münze wird in deutlich geringeren Stückzahlen geprägt. Auf der einen Seite ist immer der "Tempel des Himmels" aus Peking abgebildet. Aus dem Tempelkomplex wird die "Halle des Erntegebetes" gezeigt, eine runde Tempelhalle mit dreistufiger Marmorterrasse und dreistufiger Dachkonstruktion. Früher haben die Kaiser dort für eine gute Ernte gebetet. Ihren Namen verdankt die Münze aber den Pandabären auf der Vorderseite.

Vorderseite der 500-China Panda-Goldmünze

So ganz ohne Gewicht

Nicht nur in ihrer Heimat China, sondern weltweit sind die Pandas wegen ihres drolligen Aussehens sehr beliebt. Das macht auch die Münzen so beliebt. Seit 2015 gibt es auf den Chinesischen Goldpandas aufgrund des "Measurement Law" keine Gewichtsangaben mehr. Laut dem Gesetz sind keine Angaben von Unzengewichten oder entsprechenden Bruchteilen davon mehr zulässig. Die Gewichte müssen in g, kg oder gar nicht angegeben werden. Es heißt, es ist Chinas Art, Abstand vom englischen Commonwealth zu zeigen.

Australian Nugget

Australian - Land der Nuggets und Kängurus

Tiere ziehen immer. Was liegt es also näher, als auch Goldmünzen damit zu zieren? Australien brauchte ein bisschen für die Erkenntnis. Das Land brachte 1986 seine "Nuggets" heraus, eine Goldmünzenserie, die an den Beginn des australischen Goldrauschs erinnern sollte. Vier verschiedene Motive, die allesamt berühmte Goldnuggets zeigten. Doch eigentlich sahen diese Goldklumpen nicht viel anders aus als Geröllhaufen. Die Münzen verkauften sich einfach nicht. Also änderte die "Perth Mint" 1990 das Motiv der Nugget-Serie: Seither gibt es Kangurus in unterschiedlichen Darstellungen, die für Australien charakteristische Tiere. Die Rechnung ging auf, die "Känguru-Nuggets" verkauften sich wie geschnitten Brot.

American Buffalo

American Buffalo oder Indian Head

Die Amerikaner haben neben dem American Eagle noch andere Münzen. Die jüngste ist der American Buffalo, sie wird erst seit 2006 geprägt. Sie ist die erste US-Goldmünze mit 24 Karat, also ohne Kupfer-Legierung wie beim Gold Eagle. Die eine Seite zeigt das Porträt eines Indianers und soll auf die Häuptlinge Iron Tail und Two Moon sowie einen unbekannten Indianer zurückgehen. Daher wird die Münze auch als Indian Head Die andere Seite seigt den Namensgeber der Münze: einen nordamerikanischen Bison-Büffel. Die Münze ist in den USA gesetzliches Zahlungsmittel, jedoch ist die Nachfrage sehr hoch und der Erwerb daher teilweise schwierig.

Cook Islands 100 Dollar Goldmünze

Mit der "Bounty" auf die Cook Islands

Kein Wunder, dass die "Cook Islands" Goldmünzen unter den Sammler- und Anlagemünzen so beliebt sind: Sie zeigen die "Bounty", den Dreimaster, der durch die Meuterei auf dem Schiff so berühmt wurde und deren Schicksal untrennbar mit den Cook Islands verbunden ist. Die Münzen, die inoffiziell auch "Bounty" genannt werden, gibt es seit Ende 2008. Sie wurden bis 2013 in Deutschland, seit 2014 in den USA geprägt.

Cook Islands 100 Dollar Goldmünze

Die Queen wacht auch über den Cook Islands

Die Rückseite ist, wie bei Commonwealth Staaten üblich, wieder das Konterfei von Queen Elisabeth II. zu finden. In unregelmäßigen Zeitabständen wird das Porträt dem aktuellen Aussehen der englischen Königin angepasst.

vorder- und Rückseite einer Goldmark

Die Mark gibt's noch: die Goldmark

Am 1.1.2002 hieß es Abschied nehmen von der D-Mark. Um dem Anlass gerecht zu werden, gab es im Jahr 2001 zum Andenken an den Währungswechsel einmalig eine 1 DM-Goldmark. Danach wurde sie nicht mehr geprägt.

Zweihunderteuro-Goldmünze

Der Goldeuro - im zweihunderter Format

Seit dem Jahr 2002 werden nur noch Goldeuros geprägt. Es gibt sie mit unterschiedlichem Nennwert, als 20, 50, 100 oder 200-Euro-Münze. Die Münzen werden meist nahe des Goldpreises gehandelt. Doch trotz des geringen Aufpreises ist die Münze bei Anlegern weniger beliebt als klassische Anlagegoldmünzen wie der Krügerrand.

Goldmedaille in der Hand von Sebastian Brendel, Gewinner im Canadier Einer

Olympisches Gold

Keine Münze, sondern eine Medaille: die Olympische Goldmedaille von Sebastian Brendel, Gewinner im Canadier Einer. So viel Gold ist aber gar nicht drin. Die Gold-Medaillen aus Rio bestanden zu 91,4 Prozent aus Silber und 7,4 Prozent aus Kupfer. Ein bisschen Gold war aber auch drin: 1,2 Prozent.

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