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Mit Fonds der Krise trotzen

Rettungsring mit Euroscheinen

Wer schlägt den Index?

Risikopuffer dringend gesucht

Stand: 08.02.2016, 11:05 Uhr

Wenn am Aktienmarkt alles nach Wunsch läuft, sind Fonds-Anleger mit der Performance des jeweiligen Vergleichs-Index' eigentlich gut bedient. In stürmischen Zeiten allerdings können Fondsprodukte punkten, die den Kursverfall bei Dax & Co. nicht mitmachen.

Im Aktienmarkt kommen derzeit so manche Privatanleger ins Schwimmen. Das Börsenjahr 2016 hat beim Dax bislang Verluste von rund 16 Prozent entstehen lassen. Wer mit seinen Fonds "nah" an der deutschen Benchmark agierte, sieht sich nun auf Niveaus zurückgeworfen, die zuletzt im Herbst 2014 erreicht wurden - die gesamte Performance des vergangenen Jahres - futsch.

Selbst weltweite Diversifikation im Aktienmarkt hat deutschen Anlegern nicht wirklich bei der Risiko-Minimierung geholfen. ETFs auf den MSCI World haben (in Euro gerechnet) ebenfalls seit dem letzten Handelstag 2015 rund 13 Prozent an Wert verloren.

Passiv ist nicht immer Trumpf

In Börsenphase wie diesen schlägt, wie selten, die Stunde der aktiv gemanagten Fonds. Im Gegensatz zu "passiven" Indexfonds, die stur der Benchmark folgen und stets voll investiert sind, haben sie die Möglichkeit, den Verfall an den Aktienmärkten zu relativieren. Das kann zum Beispiel durch eine geschickte Titelauswahl geschehen.

Im Dax etwa haben in den vergangenen Wochen die als "defensiv" geltenden Aktien wie Beiersdorf, Henkel oder Fresenius vergleichsweise moderate Verluste hinnehmen müssen. Versorger-Aktien sind sogar gegen den Gesamtmarkt auf Monatssicht deutlich gestiegen. "Zykliker" wie ThyssenKrupp, die Autoaktien, aber auch Bankpapiere wie die der Commerzbank oder der Deutschen Bank haben dagegen überdurchschnittlich Federn lassen müssen. Allein schon die Veränderung bei der Gewichtung kann hier für eine "Outperformance" des Dax sorgen - im Fachjargon heißt das "Alpha" zu generieren.

Auch mal "Kasse machen"

Auch abseits der Standardindizes wird oft ein solches Alpha geschaffen. Mit der Betonung von Mid- oder Small Caps, also Aktien aus der "zweiten Reihe" wie MDax, SDax oder TecDax, kann ein Fonds mit entsprechender Flexibilität ebenfalls den Standardwerten oft die Schau in Sachen Performance stehlen. Derzeit allerdings nicht: Die Nebenwerteindizes haben seit Jahresbeginn annähernd gleich viel an Boden verloren wie der Dax selbst.

Sind die Aktienmärkte im Sturzflug begriffen, reicht es für einen Fondsmanager aber bereits, mit einem Teil seiner Invstments "Kasse zu machen", also zu das Portfolio zu einem Teil aufzulösen und dann einen weiteren Verfall der Kurse nicht mitzumachen. Diese Freiheit des Fondsmanagements haben manche Fonds, in aller Regel sind den Liquiditätsquoten aber Grenzen gesetzt, schließlich erwartet der Anleger in einen Aktienfonds auch prinzipiell ein Engagement in diesem Markt.

Auch Indexfonds können "smart" sein

Den Index zu schlagen, das verspricht aber auch eine neuere Spielart von Index-Fonds selbst. "Smart Beta"-ETFs wollen durch eine Veränderung der "Spielregeln" entweder mehr aus dem Index herausholen oder aber das Risiko des ursprünglichen Index' reduzieren. Das geschieht zum Beispiel über eine Veränderung der Gewichtung gegenüber dem Ursprungsindex. So werden bei "Value"-ETFs solche Aktien von Unternehmen überbetont, die eine möglichst solide Finanzstruktur oder hohe Dividendenrenditen aufweisen. Andere Smart-ETFs setzen explizut auf traditionell schwankungsarme Titel (Low Volatility). Beides Konzepte, die derzeit eine spannende Bewährungsprobe durchmachen. Siehe dazu unsere Übersicht: Aktienfonds gegen die Aktienbaisse weiter unten oder hier.

Nicht zuletzt sind auch Trading-Fonds im Angebot, die zwar voll auf den Aktienmarkt setzen, aber nicht nur "long" gehen, sondern auch auf fallende Märkte setzen können. Ein klarer Vorteil in Baisse-Phasen.

Auch wer dem Aktienmarkt also derzeit nicht den Rücken kehren will, hat also Alternativen zum "Standard-Fonds" oder -"ETF".

AB

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Aktienfonds für die Aktienbaisse

Besser als der Index

ACATIS CHAMPIONS SELECT - ACAT: Kursverlauf am Börsenplatz Fonds für den Zeitraum 6 Monate

ACATIS CHAMPIONS SELECT - ACAT

Konsequentes Stockpickung - und das seit Jahren mit Erfolg - verfolgt der Fonds von Acatis. Das Fondsmanagement nutzt einen klassischen Value-Ansatz und zielt vor allem auf Aktien, die fundamental unterbewertet erscheinen. Derzeit gehören Bilfinger, Pfeiffer Vacuum und SAP zu den größten Positionen. Dem Dax hat der Fonds binnen sechs Monaten rund zwölf Prozent an Performance voraus.

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