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Allianz-Tochter

Pimco schrumpft und schrumpft

Stand: 09.01.2017, 10:21 Uhr

Auch Manny Roman, der seit November amtierende neue Pimco-Chef, konnte den anhaltenden Abfluss von Fondsvermögen aus der Allianz-Fondstochter bisher nicht stoppen.

Wenn der Schrumpfungsprozess so weitergeht, wird Allianz ihren einstigen Vorzeige-Fonds Pimco Total Return mangels Kundengeldern in vier/fünf Jahren auflösen müssen. Wie das Analysehaus Morningstar mitteilte, haben Anleger auch im Dezember weiter Geld aus dem Fonds abgezogen - und zwar 3,2 Milliarden Dollar.

Auf Sicht eines Jahres summierte sich der Kapitalabfluss auf 16,1 Milliarden Dollar. Der Fonds verwaltet derzeit nur noch 75,7 Milliarden Dollar. Zu seinen besten Zeiten im April 2013 waren es noch 293 Milliarden Dollar.

Neuer Chef kann Abflüsse nicht aufhalten

Die Abflüsse beschleunigten sich, als Fonds-Gründer Bill Gross im September 2014 im Streit mit der Allianz-Führung das Handtuch warf. Im April 2015 hatte der Total Return seinen Status als weltgrößter Anleihefonds verloren. Seit November leitet der Franzose Emmanuel ("Manny") Roman die Geschicke des Fonds. Er kommt vom weltgrößten börsennotierten Hedgefonds-Anbieter Man Group und arbeitete zuvor 18 Jahre bei der Investmentbank Goldman Sachs.

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Der Münchener Versicherungsriese Allianz hoffte mit dem neuen Mann an der Spitze den Negativtrend zu stoppen - bisher vergeblich, wie die neuesten Zahlen beweisen.

Deutlich besser entwickelte sich der kleinere Pimco Income Fund. Er verzeichnete auch im vorigen Monat Zuflüsse von 1,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr verzeichnete der Fonds, der von Chefinvestor Dan Ivascyn geführt wird, Zuflüsse von 13,7 Milliarden Dollar. Insgesamt verwaltet der Fonds, den viele Investoren und Analysten als neues Pimco-Flaggschiff sehen, derzeit 70,3 Milliarden Dollar.

rtr/lg

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