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Ausblick 2015

Ausblick 2015 Fonds

Fonds

Mischfonds, Immobilienfonds, Hegdefonds

Stand: 07.01.2015, 16:41 Uhr

Nicht nur in den beiden klassischen Anlageklassen Aktien und Anleihen, auch in der Fondsbranche tut sich 2015 einiges. Mischfonds bilden eine wachsende Fondskategorie und Offene Immobilienfonds finden wieder mehr Anleger.

Der Trend ist bereits seit mehreren Jahren unverkennbar: Mischfonds, die Anteile an Aktien, Renten oder auch Rohstoffen und Immobilien nach festgelegten Vorgaben mischen können, werden immer stärker nachgefragt. 2015 könnten sie die reinen Rentenfonds als zweitgrößte Fondskategorie hinter den Aktienfonds ablösen. Im vergangenen Jahr waren laut dem Branchenverband BVI knapp 170.000 Milliarden Euro in den Fonds investiert. Binnen drei Jahren bedeutet dies einen Anstieg um rund 50 Prozent. Kein anderer Fondsbereich kann ähnliche Zuwächse verbuchen.

Mischfonds gefragt, Enttäuschungen inklusive

Schon vom Ansatz her bieten die Produkte wohl das, was viele Anleger wollen: Renditechancen am Aktienmarkt und Sicherheit bei Anleihen oder dem Geldmarkt. Die Möglichkeit der Diversifikation über mehrere Asset-Klassen hinweg als "Multi-Asset-Fonds" machte die Produkte auch in so mancher Bankfiliale zum Kassenschlager.

Das Versprechen, Rendite und Risiko stets in Einklang zu bringen, schafften indes viele der Produkte nicht oder nicht über einen längeren Zeitraum. Das jeweils richtige Abmischen von Aktien und Anleihen oder anderen Anlageformen in verschiedenen Marktlagen überforderte so manchen Portfolio-Manager. Darüber hinaus sind komplexere aktiv gemanagte Fondsprodukte naturgemäß auch teurer – und höhere Managementkosten belasten die Rendite.

Noch wenig beachtet, aber unter Fonds-Experten bereits heiß diskutiert sind die "automatisierten" Vermögensverwaltungen via "passiver" Indexfonds (ETF). Auch mit ihnen lassen sich mehrere Anlageklassen in beliebiger Form "abmischen". Das geschieht bei den ETFs, die stur einem Index folgen, allerdings kostengünstiger als bei der "aktiven" Konkurrenz. Eine Reihe von Dach-ETFs bietet bereits Konstruktionen an, die aus einem Dutzend oder mehr Einzelfonds zusammengesetzt sind.

Hedgefonds als Auslaufmodell

Eigentlich hatten die vor einigen Jahren stark "gehypten" Hedgefonds die Aufgabe, eine marktneutrale Anlageform zu liefern, die Börsenkrisen durch den Einsatz vieler Instrumente umschiffen sollte. Durchgesetzt haben sie sich gerade in Deutschland nicht. Nach der eher mageren Ausbeute der vergangenen Jahre dürfte sich dies auch 2015 fortsetzen. Laut dem Branchendienst HFR legten die Produkte 2014 um durchschnittlich 6,4 Prozent zu, nur halb so stark wie der US-Leitindex S&P 500. Den konnten die "Alleskönner" auch in den Vorjahren bei weitem nicht erreichen.

Auch Großinvestoren ziehen inzwischen Milliarden Dollar und Euro aus den Produkten ab. In der Statistik der deutschen Publikumsfonds spielen Hedgefonds auch wegen rechtlicher Hürden beim Vertrieb kaum mehr eine Rolle.

Revival für die Immo-Fonds

Dagegen könnte das Jahr 2015 für Offene Immobilienfonds ein gutes werden. Nachdem die rechtlichen Rahmenbedingungen für Anleger nach den Zwangsschließungen in den vergangenen Jahren verändert wurden, finden wieder mehr auch private Investoren zu den Produkten zurück. 2014 waren rund 80 Milliarden Euro in die Fonds investiert.

Gleich mehrere große Emittenten haben neue Immobilienfonds im Angebot, so etwa die Deutsche Bank und KanAm, die überwiegend auf Büro- und Gewerbeimmobilien zielen. Auch die SEB, einer der Marktführer in der Sparte, arbeitet laut Medienberichten an einem neuen Produkt.

Die Produkte signalisieren aus Anlegersicht weiterhin vor allem Sicherheit. In puncto Rendite waren die Fonds in den vergangenen Jahren kein Renner: Die heute noch geöffneten in Deutschland erhältlichen Fonds schaffen in den zurückliegenden fünf Prozent magere 2,5 Prozent Wertzuwachs pro Jahr.

AB

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