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Neuer Anlagetrend

Social Trading und die Self-made-Anlagen

Der Trend zum maßgeschneiderten Produkt wird in Deutschland aber auch von einer Reihe von "Social Trading"-Anbietern ausgebaut. Aus Handelsstrategien privater Anbieter entstehen dabei Anlageprodukte.

Erfolgreiche Trader gesucht: Social Trading eröffnet neue Möglichkeiten

Von der Idee zum Produkt: Diesen Weg kann der versierte private Anleger inzwischen über mehrere "Social Trading"-Plattformen inzwischen auf in Deutschland gehen. Social Trading steht bei für die börseninteressierte Internet-Gemeinde, die nicht nur über die richtige Anlagestrategie diskutiert, sondern sie auch umsetzt. Dies geschieht in echten oder auch nur "virtuellen" Depot. Die erfolgreichsten unter diesen Depotinhabern können ihren Handelsansatz dabei ebenfalls in Zertifikate umwandeln.

Wikifolios als Strategie-Zertifikate
Vor allem die Plattform "Wikifolio" nutzt dieses Vehikel für ihre Kundschaft: Signalanbieter stellen ihre Anlageidee vor, die in die Form eines Zertifikates gegossen wird. Wikifolio setzt als Emittenten das Handelshaus Lang & Schwarz ein. Als neuen Partner hat das österreichische Unternehmen seit kurzem auch die Börse Stuttgart gewonnen. Dort werden die "Wiki"-Zertifikate gehandelt.

Rund 100 "investierbare" Strategie-Zertifikate gibt es inzwischen bei Wikifolio. Die für jeden einsehbaren Investionsvolumina liegen zwischen wenigen Tausend Euro und knapp vier Millionen Euro, je nachdem wie viele "Follower" einer der Anbieter hat.

Ayondo: Signalgeber als Wertpapier

Noch nicht investierbar sind die Musterdepots von Ayondo, die seit rund zwei Jahren Handelssignale von "Top-Tradern" vermarktet. Die Macher von Ayondo haben auf der Trader-Messe "World of Trading" vor wenigen Wochen einen neuen Ansatz vorgestellt, bei dem die besten Trader in einen eigenen Index zusammengefasst werden sollen. Darauf soll es ebenfalls investierbare Wertpapiere geben, die wiederum für private, aber auch institutionelle Anleger interessant sein sollen.

Sharewise: Fonds aus Empfehlungen

Die Internet-Gemeinde "Sharewise" geht ebenfalls den Weg der "Verbriefung" des Anleger-Know-hows. Bis zum 5. Dezember kann der "Sharewise Community Fonds" (WKN HAFX5N) noch gezeichnet werden. Er bildet die Empfehlungen der besten 100 Tipp-Geber der Plattform in Fonds-Gestalt ab. Unter diesen befinden sich nur 15 bis 20 "Profis" aus Analysehäusern oder Banken. Der Rest der Schwarmintelligenz, die man auch hier nutzen will, stammt von privaten Anlegern.

Stand: 30.11.2012, 15:02 Uhr

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