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Bundesadler mit Zinszeichen und Euros

Rentenmarkt nicht bremsen

Anleihe-Renditen fallen immer tiefer

Stand: 08.02.2016, 14:29 Uhr

Am Rentenmarkt kennt die Hausse offenbar keine Grenzen. Der Euro-Bund-Future eilt von Rekord zu Rekord.

Das Barometer für den deutschen Rentenmarkt kletterte zu Wochenbeginn auf bis 164,47 Punkte und notierte damit so hoch wie nie zuvor. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel im Gegenzug um 0,04 auf 0,25 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit April 2015. Der Zins zweijähriger Schatzanweisungen fiel auf ein neues Rekordtief von minus 0,517 Prozent.

Dax und EZB

Marktbeobachter machten die starke Verunsicherung am Aktienmarkt für den Anstieg mitverantwortlich. So fiel der Dax erstmals seit Oktober 2014 unter die Marke von 9.000 Punkten. Viele Investoren wollten ihr Geld in derzeit sicher geglaubten Anleihen parken. Außerdem seien anhaltende Käufe der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Anstieg verantwortlich. Dadurch gebe es einen Nachfrageüberhang.

Keine Zinswende in Sicht

Mit dem heutigen Anstieg widersetzt sich der Rentenmarkt allen Unkenrufen, von einer baldigen Zinswende. Denn durch die stark gefallenen Ölpreise nimmt die Gefahr einer Deflation in der Eurozone kräftig zu. Fallende Inflationsrate dürfte die EZB also schon bald noch mehr unter Druck setzen, mehr Geld in die Märkte zu pumpen.

ME

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