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Zucker streuen

Pressebericht

Zucker-Kartell bringt Südzucker in Not

Stand: 27.01.2016, 11:33 Uhr

Die Aktie von Südzucker steht unter Druck. Ein Pressebericht macht dem MDax-Konzern zu schaffen - angeblich könnte die Forderungssumme wegen eines "Zucker-Kartells" höher sein als bisher erwartet.

Am Vormittag verliert die Südzucker-Aktie 1,5 Prozent. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" steht dem Zuckerkonzern eine Klage-Welle wegen Kartellabsprachen bevor. Der geforderte Schadenersatz von 31 Unternehmen summiere sich auf mindestens 315 Millionen Euro, so das Blatt.

Damit würde es Südzucker härter treffen als bisher erwartet: Zuvor war die Öffentlichkeit noch von einer Forderungssumme von 100 Millionen Euro ausgegangen. Einem Händler zufolge könnte sich "die Summe im schlimmsten Fall auf drei Milliarden Euro belaufen".

Zehn Prozent in 15 Jahren

So hoch ist der geschätzte Schaden, der durch das Zucker-Kartell entstanden ist. Es habe in 15 Jahren gut zehn Prozent auf die Zuckerpreise geschlagen.

Der MDax-Konzern Südzucker hatte mit den Produzenten Pfeifer Langen und Nordzucker illegale Preisabsprachen getroffen. Bereits 2013 hatte Südzucker deshalb eine Strafe von 195 Millionen Euro aufgebrummt bekommen.

cw

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