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Online-Handel

Ein schreiender Paketbote aus der Zalando Werbung

Operativ schwarze Zahlen

Zalando sieht Licht am Ende des Tunnels

Stand: 12.02.2015, 14:53 Uhr

Der seit Herbst an der Börse notierte Online-Modehändler Zalando hat im vergangenen Jahr im operativen Geschäft erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Die Anleger sind begeistert.

Im morgendlichen Handel macht die im SDax notierte Aktie einen Freudensprung um 13 Prozent auf gut 25 Euro, ein Plus das sie auch im weiteren Tagesverlauf verteidigen kann. Damit notieren die Anteilsscheine rund 20 Prozent über ihrem Ausgabekurs beim Börsengang in Höhe von 21,50 Euro.

Zwar war erwartet worden, dass Zalando 2014 erstmals in seiner jungen Geschichte im Kerngeschäft schwarze Zahlen schreiben wird. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren in Höhe von 82 Millionen Euro hat die Anleger dann aber doch deutlich positiv überrascht. Es sei hier im Schnitt mit 45 Millionen Euro gerechnet worden, sagte ein Händler. 2013 hatte noch ein Minus von 109 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Auch das Umsatzwachstum von 26 Prozent auf 2,21 Milliarden Euro war höher als gedacht.

Weihnachtsquartal läuft wie geschmiert

Allein im vierten Quartal konnte Zalando das Betriebsergebnis (Ebit) auf 66 Millionen Euro verfünffachen. Der Konzernumsatz stieg um 21 Prozent auf 666 Millionen Euro. Zalando-Vorstandsmitglied Rubin Ritter machte auf einer Telefonkonferenz sogar Hoffnung auf mehr: So könnte nach Berücksichtigung von Zinskosten und Steuerzahlungen auch unter dem Strich noch ein Gewinn übrigbleiben. Ritter stellte schon einmal schwarze Zahlen in Aussicht. Die ausführliche Bilanz soll am 5. März veröffentlicht werden.

20 bis 25 Prozent Wachstum angestrebt

Zalando bestätigte zudem das Vorhaben, 2015 beim Umsatz um 20 bis 25 Prozent wachsen zu wollen. "Bedingt durch Investitionen in das langfristige Wachstum wird die 2014 erzielte Marge von 3,7 Prozent im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich nicht übertroffen." Endgültige Zahlen will Zalando am 5.März veröffentlichen.

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Das Imperium von Rocket Internet

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Bekanntestes Produkt aus dem Hause Rocket Internet ist der Online-Modehändler Zalando. An dem halten die Samwer-Brüder über ihren Fonds noch 17 Prozent. Größter Aktionär ist die schwedische Beteiligungsfirma Kinnevik mit 36 Prozent. Zalando zieht es wie Rocket Internet an die Börse. Der Börsengang soll schon am 1. Oktober über die Bühne gehen. Gegründet wurde Zalando 2008. Vorbild dürfte hier das amerikanische Unternehmen Zappo gewesen sein. Es gibt noch etliche andere Modehändler im Rocket-Imperium, darunter Zalora, Dafiti, Jabong, Lamoda und Namshi. Die will Rocket Internet nun alle unter dem Dach der Global Fashion E-Commerce Group zusammenlegen.

lg

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