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Wie Facebook sein Geld verdient Geldquellen

Screenshot Werbung auf Facebook-Seite

Facebook-Nutzer zahlen keine Gebühren. Damit das weltgrößte Online-Netzwerk trotzdem leben kann, holt es sich Geld durch Werbung rein, sogar fast ausschließlich: Von den 7,9 Milliarden Umsatz 2013 wurden fast 90 Prozent von den Werbekunden überwiesen. Für die Kunden ebenfalls ein lohnendes Geschäft. Sie können wie kaum irgendwo sonst so gezielt ihre Werbung in der entsprechenden Zielgruppe schalten wie bei Facebook.

Wie Facebook sein Geld verdient Geldquellen

Screenshot Werbung auf Facebook-Seite

Facebook-Nutzer zahlen keine Gebühren. Damit das weltgrößte Online-Netzwerk trotzdem leben kann, holt es sich Geld durch Werbung rein, sogar fast ausschließlich: Von den 7,9 Milliarden Umsatz 2013 wurden fast 90 Prozent von den Werbekunden überwiesen. Für die Kunden ebenfalls ein lohnendes Geschäft. Sie können wie kaum irgendwo sonst so gezielt ihre Werbung in der entsprechenden Zielgruppe schalten wie bei Facebook.

Facebooklogo und WhatsApp-Icon

WhatsApp

Was stellt Facebook mit der 19 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Überfiegers WhatsApp an? Ein Umsatzbringer ist WhatsApp allemal: Nach einem Jahr Nutzung zahlen die über 500 Millionen Nutzer bisher nur einen zweistelligen Cent-Betrag. Die Nutzungsintensität und Akzeptanz unter der ständig wachsenden WhatsApp-Gemeinde ist hoch. Da geht noch was, sollte man meinen.

Facebook-Logo auf iPhone

"Mobile First" ist die Devise im Silicon Valley. Das heißt: Firmen entwickeln ihre neuen Online-Spielereien, Plattformen oder Dienstleistungen, schon von Anfang an für die mobile Nutzung. Tat sich Facebook anfangs noch ein bisschen schwer mit dem "mobilen" Geldverdienen, haben sie dann schlagartig aufgeholt. Inzwischen stammen mehr als die Hälfte der Werbeeinnahmen, 53 Prozent, aus Werbung auf Smartphone und Tablets.

Smartphone-Werbung ist für die Werbetreibenden noch interessanter als herkömmliche Werbung. Denn sie können den Aufenthaltsort des Users mit berücksichtigen und ihn dadurch gezielter ansprechen – mit auf die Millisekunde genau auf den Nutzungskontext abgestimmten Werbebotschaften.

Zynga-Spiel Farmville

Und was verbirgt sich hinter den "Zahlungen und andere Gebühren", durch die Facebook im letzten Jahr knapp 900 Millionen Dollar einnahm? Das sind zum Beispiel Gebühren für Spiele auf der Plattform. Zynga ist ein solcher Spieleentwickler, bekannt für Facebook-Spiele wie Cityville oder Farmville. Grundsätzlich sind diese Spiele gratis, aber virtuelle Gegenstände wie etwa Landmaschinen für den Acker bei Farmville kann man kaufen, um das Spiel zu beschleunigen.

Online-Poker-Spiel von Zynga

Facebook verdient an solchen Spielen mit und bekam bisher rund 15 Prozent der Einnahmen von Zynga. Neuestes Baby des ebenfalls an der Börse notierten Spieleentwicklers: Zynga bietet Nutzern des sozialen Netzwerks die Möglichkeit, an einer Echtgeld-Poker-Partie teilzunehmen.

Facebook-Spiel Diamond Dash

Aber es gibt auch andere Spieleanbieter wie Wooga, die beispielsweise Diamond Dash entwickelt haben Ein "3 gewinnt"-Spiel, das man mit Freunden spielen kann.

Mark Zuckerberg

Facebook sucht beständig nach neuen Formen des Geldverdienens. Getestet wurde im vorigen Jahr zum Beispiel ein Bezahlsystem für Nachrichten. Wer Promis eine Nachricht über Facebook schicken möchte, muss dann die Kreditkarte zücken. Eine Nachricht für "Mark" würde beispielsweise 100 Dollar kosten, dafür steigen aber auch die Chancen, von Zuckerberg himself gelesen zu werden.

Facebook-Nutzer

Das wichtigste ist aber die Reichweite, und die kann Facebook nur ausbauen und halten, wenn das Netzwerk sein Netz weiter ausspannt. Noch klappt das ganz gut, wie die Grafik zeigt. Dazu gehört, stets Schritt zu halten mit der Konkurrenz. Zum Beispiel gegen die steigende Beliebtheit von "What's up". Dazu entwickelte Facebook den Messenger. Eine Ergänzung zu Facebook, um einer geschlossenen Freundesgruppe zu schreiben. Inzwischen können ihn aber auch Leute ohne Facebook-Profil Nutzen.

Jemand fotografiert einen Instagram-Schriftzug mit seinem Smartphone

Instagram

Erfolgreich ist auch Instagram; hier können die Nutzer Fotos und Videos teilen. Laut Zuckerberg entwickelt sich da eine ganz eigene Community für Nutzer, die sehen möchten, was ihre Freunde tun, ohne den ganzen anderen Kram zu lesen.

Facebook Messenger Apps

Noch wächst Facebook, auch in den etablierten Märkten wie den USA. Aber wie lange noch? Deshalb setzt Facebook-Chef Zuckerberg auf immer mehr Apps, dann verteilt sich die Nutzungsdauer auf mehr Seiten. Instagram und Messenger sind heiß begehrt. Facebooks Groups dürfte bald dazu kommen. Den Dienst nutzen mittlerweile rund 500 Millionen Menschen, fast die Hälfte der monatlichen Facebook-User.

Facebook Camer App

Nicht überall steht Facebook drauf, Poke zum Beispiel ist ein Facebook-Gewächs, Zuckerberg selbst soll es mitentwickelt haben. Ein Konkurrenzprodukt zur in den USA beliebten Snapchat-App. Nachrichten, die man mit Poke verschickt, zerstören sich selbst, sobald sie gelesen wurden. Camera ist auch so ein Facebook-Pflänzchen, eine Foto-App, mit der das Posten von Bildern beschleunigt wird.

App-Zentrale Facebook

Es muss nicht mal Facebook auf der App drauf stehen. Wichtig ist für den US-Konzern nur, dass Geld fließt. So bewirbt Facebook bereits Apps anderer Anbieter und bereitet den Weg für eine schnelle Installation. Später werden die installierten Apps weiter beworben.

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