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Welche Risiken drohen 2016? Von China bis USA

Schiitische Kämpfer in der Nähe von Bagdad

Krieg in Nahost

Als eines der größten Risiken für die Aktienmärkte im kommenden Jahr gilt der anhaltende Krieg im Irak und in Syrien. Sollte das Land auseinanderbrechen, könnte die gesamte Region zwischen der Türkei und dem Iran ins Wanken geraten - und damit den Ölpreis wieder in die Höhe treiben. Sollte nämlich die Ölproduktion in der Region durch die Kriege gestört werden, komme es zu einem drastischen Anstieg der Preise, befürchten einige Experten.

Welche Risiken drohen 2016? Von China bis USA

Schiitische Kämpfer in der Nähe von Bagdad

Krieg in Nahost

Als eines der größten Risiken für die Aktienmärkte im kommenden Jahr gilt der anhaltende Krieg im Irak und in Syrien. Sollte das Land auseinanderbrechen, könnte die gesamte Region zwischen der Türkei und dem Iran ins Wanken geraten - und damit den Ölpreis wieder in die Höhe treiben. Sollte nämlich die Ölproduktion in der Region durch die Kriege gestört werden, komme es zu einem drastischen Anstieg der Preise, befürchten einige Experten.

Stark lädierte chinesische Flagge

China

Als eines der größten Risisken im kommenden Jahr gilt natürlich auch die Lage der chinesischen Wirtschaft. Kann das Land einen Absturz in die Rezession verhindern, schafft Peking den Umbau von einer exportorientierten hin zu einer mehr konsumorientierten Wirtschaft, ohne dass es dabei zu größeren Turbulenzen kommt? Für die deutsche Autoindustrie und damit für die gesamte deutsche Volkswirtschaft sind diese Fragen von allergrößter Bedeutung.

Palmen im Sturm

Schwellenländer

Eine Rezession in China hätte auch gravierende Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der anderen Schwellenländer. Denn es gibt einen Dominoeffekt, der schon seit einiger Zeit zu beobachten ist: Wegen der nachlassenden Rohstoffnachfrage aus China stürzen die Preise für Erz, ‪Öl‬, Kupfer und Co. ab. Dieser Nachfrage- und Preiseinbruch wiederum bringt andere ‪‎Schwellenländer‬ wie Russland, Brasilien und Südafrika in arge Bedrängnis. Gerät Chinas Wirtschaft ins Taumeln, dann reißt sie die Weltwirtschaft mit. Aber auch die Zinsentwicklung in den USA ist nicht ohne Risiko für viele hochverschuldete Staaten.

Verkratzte Euromünze in Nahaufnahme

Eurokrise

Auch eine Rückkehr der ‪Eurokrise‬ wollen viele Experten nicht ausschließen, ist doch die Schuldenproblematik noch immer nicht gelöst. Im Augenblick ermöglichen vor allem die äußerst niedrigen Zinsen, dass die überschuldeten EU-Staaten ihre Kredite noch bedienen können. Gefahr droht auch aus der politischen Ecke: Fast überall in Europa haben Anti-EU-Parteien an Boden gewonnen. Jüngste Beispiele sind Spanien, Portugal und Frankreich. Diese Parteien stellen nicht nur die Sparpolitik der letzten Jahre in Frage, sondern fordern auch eine Abkehr von der liberalen Wirtschaftspolitik. Der Zusammenhalt der EU und damit auch der Eurozone steht damit auf dem Prüfstand, was auch die Aktienmärkte belasten könnte.

Rote und gelbe Ampel

Protektionismus

Jahrelang wurde die Globalisierung als Motor des Wachstums gefeiert. Doch dieser Motor gerät ins Stottern. Die anhaltende Schwäche der Weltwirtschaft sowie die jüngsten exportfördernden Maßnahmen Chinas könnten eine weltweite Erhöhung der Zölle oder anderer Einfuhrschranken auslösen. Darüber hinaus könnten die jüngsten Terroranschläge zu Einschränkungen im grenzüberschreitenden Personenverkehr führen. In einem derartigen Umfeld könnte das Wachstum des Welthandels geringer ausfallen als erwartet.

Eine Hand wirft einen Wahlzettel in eine Urne vor US-Flagge

US-Wahlen

Ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Aktienmärkte im Jahr 2016 sind die US-Präsidentschaftswahlen im November. Um nur ein Beispiel zu nennen: Vor einigen Monaten genügte ein einziger Tweet von Hillary Clinton zu überhöhten Arzneimittelpreisen, um einen Kurseinbruch bei Biotechnologieaktien auszulösen. Es ist zwar keineswegs sicher, dass Donald Trump die Nominierung der Republikaner gewinnt. Für den Fall seines Sieges hat er jedoch bereits eine Reihe protektionistischer Maßnahmen angedeutet, die nicht ohne Auswirkungen auf die Schwellenländer blieben. Bereits im Vorfeld droht Ungemach. Sollte der Wahlkampf im Lauf der Monate eskalieren, würde dies die USA nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich lähmen - mit entsprechenden Folgen für die Aktienmärkte.

Brexit-Schriftzug

Brexit

Aus heutiger Sicht ist es zwar unwahrscheinlich, dass das Referendum in Großbritannien, das möglicherweise im Spätsommer stattfindet, zu einem Ausscheiden des Landes aus der EU führt. Dennoch stellen der ungewisse Ausgang der Befragung ein Risiko für die Finanzmärkte dar. Eine Parallele dazu bildet das Schottland-Referendum. Die Marktauswirkungen könnten auch eine gewisse Schwäche des britischen Pfunds und der Finanzwerte zur Folge haben, glauben einige Experten.

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