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Näschen putzendes Mädchen

Angebliche Milliarden-Offerte

Wechseln die Tempo-Taschentücher den Besitzer?

Stand: 17.04.2017, 16:10 Uhr

Eigentlich wollte der schwedische Konzern SCA seine Hygiene-Sparte mit dem Tempo-Taschentüchern und den Zewa-Tüchern an die Börse bringen. Nun planen aber offenbar mehrere Finanzinvestoren, die Sparte zu kaufen.

200 Milliarden Kronen (umgerechnet knapp 21 Milliarden Euro) wollen sie für die Übernahme der SCA-Sparte auf den Tisch legen. Das berichtete die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter" unter Berufung auf ungenannte Quellen. Laut dem Blatt gaben mindestens zwei internationale Finanzinvestoren vor mehreren Wochen gemeinsam ein Milliarden-Angebot ab. Unklar ist, ob darin auch Verbindlichkeiten enthalten sind. Per Ende 2016 hatte SCA langfristige Schulden von 31 Milliarden Kronen.

Handelsbanken-Analyst Karri Rinta sagte, 200 Milliarden Kronen wäre ein guter Preis für SCA. Sollten Verbindlichkeiten darin enthalten sein, wäre die Offerte für Aktionäre aber "ziemlich uninteressant".

Aktie auf Rekordhoch

Kurzfristig zeigten sich die Anleger aber elektrisiert von der möglichen Offerte der Finanzinvestoren. Der Aktienkurs des Stockholmer Konzerns legte am Donnerstag um bis zu 9,8 Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch. SCA äußerte sich nicht zum Medienbericht.

SCA hatte in der vergangenen Woche formell beschlossen, die Hygienesparte abzuspalten und noch in diesem Jahr unter dem Namen Essity an die Börse zu bringen. Der Firmenteil steuert 86 Prozent der Umsätze bei.

Konzentration auf Holzprodukte

Das verbliebene Geschäft mit Holzprodukten soll den Namen SCA behalten. Der Konzern ist mit 2,6 Millionen Hektar nach eigenen Angaben der größte private Waldbesitzer Europas. Dies entspricht einer Fläche, die größer als Mecklenburg-Vorpommern ist.

SCA hatte bereits im Dezember bekanntgegeben, für 2,74 Milliarden Euro den deutschen Leukoplast-Pflasterhersteller BSN Medical zu übernehmen. Die Tochter soll ebenfalls in der abgespaltenen Firma Essity aufgehen.

nb

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