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US-Börsen

Dow überspringt die 18.000 Punkte

Hochstimmung an der Wall Street

Stand: 23.12.2014, 16:30 Uhr

Während in Europa die Wirtschaft lahmt, kommt die US-Konjunktur immer mehr in Schwung. Im dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt so stark wie zuletzt vor elf Jahren. Das treibt die US-Börsen auf neue Rekordhochs.

Händler an der New Yorker Börse

Händler an der New Yorker Börse. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Der Dow kletterte gleich nach Handelsbeginn erstmals in seiner langen Geschichte über die Marke von 18.000 Punkten. Mit 18.042 Zählern erreichte er ein neues Rekordniveau. Auch der breiter gefasste S&P 500 zog um 0,3 Prozent ab und schaffte mit 2.085 Punkten einen neuen Höchststand.

Seit vergangenem Mittwoch befindet sich die Wall Street im Höhenflug. Der Dow hat binnen fünf Handelstagen gut 1.000 Punkte zugelegt. Auslöser war das bekräftigte Niedrigzins-Versprechen der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch. Die Fed werde die Aufgabe der lockeren Geldpolitik sehr geduldig angehen.

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US-Konjunktur boomt

Neuen Schub brachten die Konjunkturdaten aus den USA. Die Wirtschaft wuchs von Juli bis September annualisiert um 5,0 Prozent, teilte die US-Regierung in ihrer dritten Schätzung mit. "Annualisiert" bedeutet, dass die Jahresrate 5,0 Prozent betragen würde, wenn alle vier Quartale im selben Tempo wachsen würden. Die zweite Schätzung hatte noch ein Wachstum von 3,9 Prozent ausgewiesen. Zwar hatten Volkswirte mit einer Aufwärtsrevision gerechnet, aber lediglich ein Plus von 4,3 Prozent vorhergesagt. Die erste Schätzung lag bei 3,5 Prozent.

Grund für die Anhebung der Schätzung ist die gestiegene Kauflaune der US-Verbraucher. Der private Konsum zog im dritten Quartal deutlich um 3,2 Prozent an.

Viertes Quartal wird wohl nicht so gut

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Die Daten untermauern die Rolle der USA als "Wachstumslokomotive der Weltkonjunktur", meinen die Experten der NordLB. Allerdings dürfte die Dynamik bis zum Jahresende etwas abflauen, glauben sie. Hierauf deuten beispielsweise die aktuellen Daten zum Auftragseingang hin. Im November sanken die Aufträge für langlebige Güter überraschend um 0,7 Prozent. Auch am Devisenmarkt zeigten die Konjunkturdaten Wirkung. Der Dollar legte weiter zu. Der Euro rutschte am Nachmittag unter 1,22 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit Juli 2012.

nb

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