VW Tiguan Allspace

Besser als gedacht VW fährt Milliardengewinn ein

Stand: 18.04.2017, 16:28 Uhr

Beim Volkswagen-Konzern läuft's eineinhalb Jahre nach dem Abgasskandal wieder rund. Im ersten Quartal überraschte der Wolfsburger Autobauer mit einem Sprung im operativen Ergebnis. Die Aktien rasen im Dax nach vorn.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
128,90
Differenz relativ
-0,69%

Die VW-Titel klettern am Nachmittag um drei Prozent nach oben und bauen ihre Pole Position im Dax aus. Mit 135 Euro notieren die Aktien des Autobauers wieder nahezu auf dem Niveau vom Jahresbeginn. Auf Ein-Jahres-Sicht haben die Titel rund elf Prozent zugelegt.

Volkswagen ist mit einem überraschend hohen operativen Ergebnis in das laufende Jahr gestartet. Das Ergebnis betrug nach drei Monaten 4,4 Milliarden Euro, teilte der Wolfsburger Konzern am Dienstagnachmittag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Die Prognosen der meisten Analysten lagen nur bei 3,5 bis 3,6 Milliarden Euro.

Kernmarke macht Fortschritte

Als Grund für den starken Jahresauftakt nannten die Wolfsburger die Zuwächse bei der Hauptmarke VW. Dort wurde ein Ergebnis von 0,9 Milliarden Euro erzielt. Neue Modelle wie der Tiguan erwiesen sich als Wachstumstreiber. Auch die übrigen Marken des Konzerns hätten gut abgeschnitten, hieß es.

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VW legt Jahresbilanz vor [15.3.17]

Die Prognose für das laufende Jahr bekräftigte Volkswagen. Demnach soll die operative Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent liegen. Details der Quartalsbilanz will Volkswagen am 3. Mai präsentieren.

VW setzt sich unter Strom in China

Zudem gab es gute Nachrichten von der Automesse in Shanghai. Volkswagen will den Verkauf von Elektroautos in China massiv ausweiten und die staatlichen Vorgaben ohne fremde Hilfe schaffen. "Wir arbeiten mit aller Kraft daran, das Quotensystem bereits im kommenden Jahr zu erfüllen", sagte China-Chef Jochem Heizmann im Vorfeld der Automesse. Er machte klar, dass VW dabei selbst dann ohne den Zukauf von Kreditpunkten auskommen wolle, wenn die Pläne der chinesischen Regierung für die Regelung unverändert blieben.

Die Hersteller müssen ab nächstem Jahr auf dem weltgrößten Pkw-Markt bestimmte Quoten bei der Elektroauto-Produktion erfüllen oder Kreditpunkte von anderen Autobauern kaufen. Damit will China die Luftbelastung in den großen Städten in den Griff bekommen. Die geplante Regelung sieht vor, dass die Hersteller durch den Verkauf von Elektroautos und Hybrid-Modellen Kreditpunkte sammeln und damit bestimmte Quoten erreichen. Ab 2018 sollen diese Punkte nach den anfänglichen Plänen acht Prozent der in China verkauften Fahrzeuge abdecken.

nb

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