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Vonovia-Logo vor der Unternehmenszentrale

Mega-Deal geplatzt

Vonovia zieht bei Übernahmeschlacht den Kürzeren

Stand: 10.02.2016, 13:20 Uhr

Vonovia hat nicht genügend Aktionäre des Konkurrenten Deutsche Wohnen von seinem Übernahmeangebot überzeugt. Damit dürfte der Fusionsplan des deutschen Branchenprimus vom Tisch sein.

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tagesschau24 Nachmittagsbericht vom 10.02.2016

Wie Vonovia (die ehemalige Deutsche Annington) am Mittag in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, ist die selbst gesetzte Mindestannahmequote von 50 Prozent nicht erreicht worden. In der Nacht war die Frist ausgelaufen, die den Aktionären des kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen am 1. Dezember gesetzt worden war. Die Zustimmungsquote lag nur bei 30,4 Prozent und damit weit unter dem selbstgesteckten Ziel. Die endgültige Annahmequote will Vonovia am 15. Februar veröffentlichen.

Das Geschäft ist gescheitert

Inklusive Schulden wäre der Deal 14 Milliarden Euro schwer gewesen - der größte, den es je auf dem deutschen Wohnungsmarkt gegeben hätte. Entstanden wäre ein Branchenriese mit mehr als 500.000 Wohnungen. Bis zuletzt hatte sich allerdings der Vorstand der im MDax notierten Deutsche Wohnen erbittert gegen die als feindlich eingestufte Übernahme gewehrt. Zuletzt wurde das Vonovia-Angebot sogar als selbstzerstörerisch bezeichnet.

Vonovia: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
32,66
Differenz absolut
0,52
Differenz relativ
+1,62%

Beide Aktien legen zu

Die Anleger begrüßen den geplatzten Deal und greifen bei beiden Aktien zu. Das Vonovia-Papier steht aktuell hinter den beiden Banken als drittbester Wert im Dax und legt aktuell über sechs Prozent zu. Kräftig um knapp sieben Prozent bergauf geht es im MDax auch mit dem Papier der Deutsche Wohnen, die den Index der mittelgroßen Aktien aktuell anführt.

rm

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