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Banken

Skyline von New York vor US-Flagge.

Citigroup und Wells Fargo in starker Verfassung

US-Großbanken scheffeln Milliardengewinne

Stand: 15.01.2016, 15:40 Uhr

Während die deutschen Banken über harte Regulierung und schrumpfende Margen jammern, floriert bei den US-Rivalen das Geschäft. Die Citigroup und Wells Fargo fuhren 2015 zusammen gut 40 Milliarden Dollar Gewinn ein.

Besonders große Fortschritte machte die Citigroup. Das Geldinstitut konnte im abgelaufenen Jahr seinen Gewinn mehr als verdoppeln - auf rund 17 Milliarden Dollar. 2014 hatte die Citigroup lediglich 7,3 Milliarden Dollar verdient - wegen hoher Belastungen durch den Konzernumbau und Rechtsstreitigkeiten. "Das ist der höchste Gewinn seit 2006", freute sich Citi-Chef Michael Corbat.

Gewinn der Citi fast verzehnfacht

Der Sparkurs zahlt sich zunehmend aus. Alleine im vierten Quartal blieb ein Gewinn von 3,3 Milliarden Dollar übrig - fast zehn Mal mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie sprang auf 1,02 Dollar. Die Einnahmen kletterten auf 18,46 Milliarden Dollar.

Die Citi-Aktien verlieren dennoch vorbörslich 2,5 Prozent. Analysten hatten sich teilweise noch mehr ausgerechnet. Die Prognosen für das Ergebnis je Aktie lagen bei 1,05 Dollar. Andererseits lagen die Einnahmen über den Erwartungen.

Wells Fargo hält den Gewinn stabil

Wells Fargo: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Auch bei der größten US-Hypothekenbank Wells Fargo läuft das Geschäft gut. 2015 stiegen die Erträge um zwei Prozent auf 86,1 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal erhöhten sich die Einnahmen auf 21,6 Milliarden Dollar.

Der Gewinn blieb 2015 stabil bei 23 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal verdiente die US-Großbank 5,34 Milliarden Dollar - oder 1,03 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit einem Cent weniger gerechnet. Bei den Einnahmen hatten sie allerdings 21,8 Milliarden Dollar vorausgesagt - und wurden leicht enttäuscht. Die Aktien von Wells Fargo liegen vorbörslich rund drei Prozent im Minus.

JPMorgan strotzt vor Kraft

Wie gut die US-Banken da stehen, hatte bereits JPMorgan mit seinen am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen unter Beweis gestellt. Das größte amerikanische Geldhaus verdiente im vergangenen Jahr 24,4 Milliarden Dollar. Dank gesunkener Kosten und dem verbesserten Investmentbanking stieg der Gewinn im vierten Quartal um zehn Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

Einzig Goldman Sachs dürfte ein bisschen aus der Reihe fallen. Wegen Milliarden-Belastungen für einen Vergleich im Hypothekenstreit wird das Geldinstitut im vierten Quartal wohl deutlich weniger Gewinn einfahren als im Vorjahreszeitraum.

nb

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