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Geschrumpfter Gewinn enttäuscht
Fraport ist 2012 nicht gerade ein Überflieger
Auch wenn es im Winter weniger Fluggäste gab, unter dem Strich konnte der Flughafenbetreiber aus dem MDax seine Passagierzahlen 2012 steigern. Doch der Gewinn fiel geringer aus als von Analysten erwartet. Auch der Ausblick kann nicht begeistern.
Fraport kann die Analysten 2012 nicht zufriedenstellen
Denn es schlugen Abschreibungs- und Finanzierungskosten negativ zu Buche, vor allem die Investitionen in die Landebahn Nordwest und eine Terminal-Erweiterung. Deshalb schrumpfte der auf die Aktionäre entfallende Überschuss um ein Prozent auf 238 Millionen Euro. Damit verfehlte Fraport die Markterwartungen.
Dagegen kletterten die Erlöse im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Damit hatten Experten in etwa gerechnet. Sie waren von 2,46 Milliarden Euro ausgegangen. Beim Betriebsergebnis (Ebitda) hatten sie 849 Millionen Euro angesetzt. Das konnte Fraport leicht übertreffen und kam auf 850,7 Millionen Euro. Das war ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zu 2011.
Gewinn soll 2013 sinken
Für das abgelaufene Geschäftsjahr will der Vorstand der Hauptversammlung erneut eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie vorschlagen. Was das laufende Jahr angeht, stellt sich der Vorstand aber auf raue Zeiten ein. "Die branchenspezifischen Belastungen aus dem weiterhin geplanten europäischen Emissionshandel und der deutschen Luftverkehrssteuer haben dämpfende Wirkungen auf die Luftverkehrsnachfrage und führen dementsprechend zu Angebotsreduzierungen bei den Airlines", erklärte Fraport-Chef Schulte.
Für 2013 geht das Management trotzdem von einem Anstieg der Erlöse von bis zu fünf Prozent aus. Das Betriebsergebnis (Ebitda) soll auf zwischen 870 und 890 Millionen Euro wachsen. Das Konzernergebnis werde allerdings wegen steigender Abschreibungen und Finanzierungskosten unter Vorjahresniveau liegen, hieß es. Die Aktie von Fraport verliert bis zum Vormittag 2,7 Prozent.
Über eine Million Fluggäste mehr in Frankfurt
Der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte zeigte sich mit dem Zahlenwerk insgesamt zufrieden, auch in Hinblick auf die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen: "In einem schwierigen Umfeld konnte der Flughafen Frankfurt ein im Vergleich zu vielen anderen deutschen und europäischen Flughäfen klares Plus von über einer Million Passagieren erzielen." Insgesamt nutzten 2012 fast 100 Millionen Fluggäste, und damit fast drei Prozent mehr als noch 2011, Flughäfen mit einer Fraport-Mehrheitsbeteiligung.