Seitenueberschrift

Industrie

Stahlarbeiter von ThyssenKrupp steht am Hochofen

Kein guter Start

ThyssenKrupp leidet

Stand: 12.02.2016, 08:55 Uhr

Die Stahlpreise fallen und fallen, das tut dem Industriekonzern ThyssenKrupp gar nicht gut. Das Dax-Unternehmen hat im neuen Geschäftsjahr Verluste gemacht.

Von Oktober bis Dezember rutschte ThyssenKrupp mit 23 Millionen Euro in die roten Zahlen. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch 54 Millionen Euro verdient.

Operativ lief es nicht viel besser. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um 26 Prozent auf 234 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 249 Millionen gerechnet. Der Aufzugbau und die Autokomponentensparte steigerten ihre operativen Ergebnisse weiter. Diese konnten die Einbußen in im Stahlgeschäft nicht wettmachen. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zurück.

Prognose bestätigt

Dennoch bekräftige Vorstandschef Heinrich Hiesinger die Prognose, wonach im Gesamtjahr das operative Ergebnis bei 1,6 bis 1,9 Milliarden Euro liegen soll. Im Vorjahr hatte es 1,67 Milliarden Euro betragen. Er merkte jedoch an, dass dies eine deutliche Erholung der Werkstoffmärkte in der zweiten Jahreshälfte voraussetzt. Mit dazu beitragen soll auch das Effizienzprogramm. Ziel ist es, im laufenden Geschäftsjahr 850 Millionen Euro einzusparen.

Die ThyssenKrupp-Aktie befindet sich seit Wochen und Monaten in einem steilen Abwärtstrend. Nun kommt es darauf an, dass die charttechnische Unterstützung bei rund 12 Euro hält. Sonst droht ein weiterer deutlicher Rückgang.

ME

Darstellung: