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Rückrufaktion

Tesla: Viele Autos mit möglichen Bremsproblemen

Stand: 21.04.2017, 10:29 Uhr

Wegen eines Produktionsfehlers beim Bremssystem hat der Elektroautobauer Tesla rund 53.000 Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen. Das sind mehr als die Hälfte aller produzierten Wagen. Die Reaktion der Anleger hält sich in Grenzen.

Die Tesla-Aktie verliert am Abend an der New Yorker Nasdaq knapp ein Prozent - ein Klacks angesichts des überwältigenden Kursanstiegs von knapp 40 Prozent seit Jahresbeginn.

Das Unternehmen hat weltweit 53.000 Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit der Handbremse in die Werkstätten beordert. Das sind gut 63 Prozent aller im vergangenen Jahr von Tesla produzierten Wagen. Betroffen seien die Typen Model S und Model X, die zwischen Februar und Oktober 2016 gebaut worden seien, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit.

Fehler beim Parkbremssystem

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
342,80
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Das Problem könne zu einem Fehler beim elektrischen Parkbremssystem führen, durch den die Bremse sich nicht mehr löse, so das Unternehmen. Man gehe nicht davon aus, dass diese von einem Zulieferer verschuldeten Mängel die Sicherheit der Kunden gefährden und wisse von keinen Unfällen oder Verletzungen in diesem Zusammenhang. Trotzdem sollen die Handbremsen sicherheitshalber ausgetauscht werden. Die offizielle Rückruf-Mitteilung gehe in Kürze an die Kunden.

Im vergangenen Jahr hatte Tesla in den USA 2.700 Fahrzeuge des Model X in die Werkstätten zurückgerufen. Im Falle eines Unfalls könnten Sitze in der dritten Reihe des Fahrzeugs unerwartet nach vorn rutschen, begründete das Unternehmen damals den Schritt.

Das aufstrebende Unternehmen hatte vor knapp zwei Wochen erstmals den heimischen Branchengiganten General Motors (GM) beim Börsenwert überflügelt.

lg