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Automobile

Werbefoto für ein Kinderfahrzeug von Tesla und Radio Flyer

"Großer Spaß" mit kleinen Rädern

Tesla hat's auch kleiner

Stand: 18.02.2016, 16:02 Uhr

Wer sich schon immer einen der Elektro-Boliden von Tesla kaufen wollte, dafür aber nie das passende Kleingeld parat hatte, für den hat der US-Konzern jetzt die richtige Erweiterung seiner Modell-Palette vorgenommen.

Akkulaufzeit drei Stunden, Spitzengeschwindigkeit zehn Stundenkilometer, maximal zulässige "Ladung" 37 Kilo. Das klingt nicht nach einem kraftstrozenden, ausdauernden Tesla mit Raketenantrieb - ist aber trotzdem einer.

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Mit der "Mini"-Version des Modell S hat sich Tesla nach Angaben von Gründer und Macher Elon Musk einen "großen Spaß" gemacht. Das Auto gleicht dem Original ziemlich perfekt und ist ein E-Mobil für Kinder - obwohl sicher der ein oder andere weniger gut betuchte Tesla-Fan im Erwachsenenalter bei dem Preis zuschlagen dürfte: 500 Dollar soll der Wagen in den USA kosten, wo er demnächst zunächst exklusiv vertrieben werden wird. Vorbestellungen werden bereits entgegen genommen.

Mit Hupe und Licht

Den Kinderwagen Marke Tesla hat der Autokonzern mit seinem umtriebigen Chef zusammen mit dem Hersteller von Kinderautos, Radio Flyer, entwickelt. Wie das große Vorbild hat das Gerät einen aufladbaren Lithium-Ionen-Akku, dazu gibt es eine Audioanlage, funktionierende Scheinwerfer und eine Hupe.

Tesla dürfte mit dem Mini wohl neben dem reinen Marketing-Effekt auch die nachwachsende Generation mit dem E-Auto-Virus infizieren wollen. Eine Investition, bei der man wohl erst in vielen Jahren sieht, ob sie sich gelohnt hat. Musk hatte vergangene Woche die Tesla-Aktionäre mit der Aussicht beglückt, Tesla werde im laufenden Geschäftsjahr den Verkauf seines Modells S auf 80.000 bis 90.000 Autos ankurbeln, das wären 78 Prozent mehr als im Vorjahr - den Kinderwagen selbstverständlich nicht eingerechnet.

BMW will die Innovationsführerschaft

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Schwer in große E-Autos zu investieren, hat auch der deutsche Konkurrent BMW heute gelobt. BMW will die "richtigen" Teslas mit einer weiteren Autovariante neben seinen E-Modellen i3 und i8 das Fürchten lehren. Wie der Konzern mitteilte, soll bis 2020 ein ganz neues E-Auto auf den Markt gebracht werden, mit dem BMW als "Innovationsführer" in der Branche punkten will. Laut "Spiegel Online" soll eine Limousine oder ein SUV produziert werden, die rund 500 Kilometer Reichweite haben soll.

Das bereits bestehenden Elektro-Auto, den i3, will BMW bis Jahresende mit einem neuen Akku ausstatten. Damit soll die Reichweite des Fahrzeugs auf 250 Kilometer erhöht werden. BMW ist mit dem Absatz des i3 bislang nicht zufrieden.

AB

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