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Elon Musk macht Tempo

Tesla: Bald gibt's auch E-Laster

Stand: 18.04.2017, 09:12 Uhr

Tesla-Chef Elon Musk drückt auch bei der Entwicklung elektrischer Lastwagen aufs Tempo: Bereits im September soll das erste Modell der Öffentlichkeit präsentiert werden. Und das ist noch nicht alles.

Musk hatte Mitte 2016 in einem "Master Plan zwei" genannten Strategiepapier verkündet, in Zukunft auch Lastwagen und Busse bauen zu wollen. Damals hatte es aber noch geheißen, die Fahrzeuge seien im frühen Stadium der Entwicklung. "Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht", schrieb Musk jetzt. Zudem will Tesla in den nächsten 18 bis 24 Monaten seinen ersten elektrischen Pick-up-Truck enthüllen.

Sein langfristiger Plan sieht auch den Aufbau einer Flotte selbstfahrender Fahrzeuge vor, die als Roboter-Taxis und -Transporter den Verkehr revolutionieren sollen. In seinem ersten Strategiepapier hatte Musk vor über zehn Jahren die Entwicklung des Unternehmens bis hin zu einem günstigeren Modells für den Massenmarkt vorgezeichnet.

Hunderttausende Vorbestellungen

Dieser Plan wurde bereits weitgehend umgesetzt: Der Mittelklasse-Stromer "Model 3" soll im September in die Serienfertigung starten und dann zum Preis von etwa 35.000 Dollar die Elektromobilität von der Nische in den Mainstream bringen. Es gibt bereits Hunderttausende Vorbestellungen.

Tesla: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Auch bei den Anlegern ist die Euphorie um Tesla riesig. Seit dem Einstieg des chinesischen Internetkonzerns Tencent im März ist der Börsenwert der Musk-Firma weiter gewachsen und hat mit 48,7 Milliarden Dollar den von Ford - Amerikas zweitgrößter Autobauer - und den vom Marktführer GM überschritten. Dabei hat Tesla seit Gründung 2003 noch nie Geld verdient und 2016 lediglich 76.000 Autos ausgeliefert. Bei GM waren es rund zehn Millionen.

Droht Tesla ein Streik?

Derweil droht dem E-Autobauer ein Streik bei der Anfang des Jahres übernommenen Tesla Grohmann Automation im rheinland-pfälzischen Prüm. Die Gewerkschaft hatte die Aufnahme von Tarifverhandlungen für die Firma mit 680 Beschäftigten gefordert.

"Wir haben vom Unternehmen eine nicht zufriedenstellende Antwort bekommen", sagte Patrick Georg von der IG Metall Trier der "Welt am Sonntag". Tesla spiele auf Zeit. Anfang dieser Woche wollen die Gewerkschafter nun prüfen, ob sie streiken sollen. Die in Deutschland gefertigten Teile sind wichtig für die Produktion des Model 3, das im Sommer anlaufen soll. Die Amerikaner hatten die ehemalige Grohmann Engineering im Januar übernommen. Künftig soll nur noch für Tesla gearbeitet werden, Beziehungen zu anderen Kunden werden eingestellt.

lg

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Tesla Motors - hier wird die Elektroauto-Vision wahr

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Tesla Roadster

Mit diesem Fahrzeug hat Tesla Motors den Grundstein für seinen heutigen Erfolg gelegt: Der Tesla Roadster ist das erste Serienfahrzeug von Tesla. Die Kleinserienproduktion begann im März 2008 und lief 2013 aus. Der Roadster ist ein zweisitziger Sportwagen mit einem 292 PS starken Elektromotor im Heck. Ein Nachfolger soll nach den Worten von Firmenchef Elon Musk aber kommen. Angepeilt ist das Jahr 2019.

Sportwagenliebhaber entdecken sofort die Ähnlichkeit mit dem Lotus Elise, von dem viele Bauteile übernommen wurden. Happig war allerdings der Preis für das Prestigeobjekt mit 109.000 Dollar für die Basisausstattung. Prominente wie der damalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, und Schauspieler George Clooney waren trotzdem Fans der ersten Stunde.

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