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Technologie

Sängerin Taylor Swift

Apple gibt klein bei

Taylor Swift zwingt Apple in die Knie

Stand: 22.06.2015, 08:50 Uhr

Apple wollte seinen Einstieg ins Streaming-Geschäft auf Kosten der Künstler pushen. Drei Monate lang soll der Musikdienst kostenlos sein, dafür sollten auch die Künstler leer ausgehen. Sängerin Taylor Swift protestierte - und siegte.

Swift kritisierte Apple in einen offenen Brief scharf, dass der Konzern bei seinem neuen Musikdienst in den drei kostenlosen Probemonaten kein Geld an Künstler überweisen will. Das sei "schockierend und enttäuschend", erklärte die 25-Jährige am Sonntag in einem Blogeintrag. Deswegen werde sie ihr aktuelles Album "1989" dem Streaming-Service von Apple Music vorenthalten.

»Wir bitten Sie nicht um kostenlose iPhones. Bitte verlangen Sie von uns nicht, Ihnen unsere Musik ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen.«

Taylor Swift

Auch Independent-Labels hatten sich zuvor mit Apples Vorgehensweise unzufrieden gezeigt. Einige Kritiker verwiesen zudem auf Apples Milliarden-Geldreserven. Zum Ende des vergangenen Quartals verfügte der Konzern über mehr als 190 Milliarden Dollar.

Was kostet es Apple?

Apple reagierte prompt auf Swifts Brief und änderte die Konditionen für Künstler. Musiker würden auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit Geld bekommen. Der Chef der Apple-Plattform iTunes, Eddy Cue, sagte dem Technologie-Blog "Recode", das Umdenken sei von Swifts offenem Brief ausgelöst worden. Er habe die Änderung mit Konzernchef Tim Cook besprochen. Wenige Tage vor dem wichtigen Marktstart von Apple Musik am 30. Juni konnte der Konzern eine negative Wahrnehmung in der Öffentlichkeit überhaupt nicht gebrauchen. Apple habe die Stimme von Swift und der Independent-Künstler gehört, so Cue.

Wie viel die Künstler nun bekommen, wurde nicht gesagt. Daher ist auch unklar, was die Änderung Apple kosten wird. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Künstler zum Ausgleich für die zuvor entgangene Entlohnung später einen einen etwas höheren Umsatzanteil von 71,5 bis 73 Prozent bekommen sollten, wie Apple-Manager Robert Kondrk vor einigen Tagen "Recode" sagte. In der Branche gelten etwa 70 Prozent als üblich.

Swifts Album "1989" verkaufte sich seit der Veröffentlichung im vergangenen Herbst allein in den USA rund fünf Millionen Mal. Apple dürfte mit dem Absatz über seine iTunes-Plattform einen erheblichen Anteil daran gehabt haben.

Streaming statt Download

Apple setzte bisher auf den Verkauf von Musik zum Herunterladen. Mit dem Start von Apple Music stößt der iPhone-Konzern ins Streaming-Geschäft vor, bei dem die Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird. In diesem Bereich ist bisher die schwedische Firma Spotify der Marktführer.

Apple: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
89,50
Differenz absolut
-0,43
Differenz relativ
-0,48%

Bei den Gratis-Versionen der Streamingdienste wird die Musik durch Werbung unterbrochen und die Funktionen sind eingeschränkt. Zum Beispiel kann man nicht einzelne Songs auswählen. Für die Bezahlvarianten mit vollem Funktionsumfang gibt es bei den Konkurrenzdiensten meistens nur eine einmonatige Probezeit statt drei Monaten wie bei Apple.

bs

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Womit Apple sein Geld verdient

Viel mehr als iPhone und iPad

Apple-Logo am Sternenhimmel

Apple ist der Gigant unter den weltweit agierenden Technologieunternehmen: 51,5 Milliarden Dollar Umsatz im vergangenen Quartal, 11,1 Milliarden Dollar Gewinn. Dabei macht das Unternehmen beileibe nicht nur Geld mit iPhone und iPad.

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