Seitenueberschrift
Nach Gewinnsprung
Swiss Re schüttet großzügig aus
Für die Rückversicherungsbranche verlief das Jahr 2012 recht entspannt. Wegen deutlich geringerer Belastungen aus Großschäden steigt der Gewinn von Swiss Re kräftig. Und eine Sonderdividende gibt es auch. Das ist gut für die Aktionäre.
Die Swiss Re schüttet einen Teil ihrer hohen Kapitalreserven an die Aktionäre aus. Die Anteilseigner des Munich-Re-Konkurrenten sollen eine Sonderdividende von 4 Schweizer Franken erhalten, wie das Unternehmen in Zürich mitteilte. Damit werden 2,8 Milliarden Dollar der Kapitalreserven ausgezahlt. Zudem profitieren die Anteilseigner vom Gewinnsprung. Die reguläre Dividende werde um 50 Rappen auf 3,50 Franken erhöht.
Die Swiss Re erfüllt damit ihr Versprechen, überschüssiges Geld nicht unnötig lange im Haus zu halten. "Vor einem Jahr haben wir die Möglichkeit einer Sonderdividende kommuniziert und sind nun in der Lage, einen bedeutenden Betrag an unsere Aktionäre auszuschütten", sagte Finanzvorstand George Quinn.
Sattes Gewinnplus
Der Überschuss stieg 2012 vor allem wegen deutlich geringerer Belastungen aus Großschäden um 60 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Der Gewinnsprung fiel damit deutlich stärker aus als von Experten erwartet. Analysten hatten mit einem Gewinn von 3,65 Milliarden Dollar gerechnet. Die Prämien legten um 15 Prozent auf 25,4 Milliarden Dollar zu.
Im November hatte das Management den Sandy-Schaden auf 900 Millionen Dollar geschätzt. Der Wirbelsturm war Ende Oktober auf die US-Ostküste gestoßen und hatte dort sechs Millionen Menschen tagelang von der Stromversorgung abgeschnitten, Gebäude beschädigt und mehr als 100 Menschen getötet.
Stand: 21.02.2013, 08:05 Uhr