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Rohstoffe

Eine Hand hält einen Zuckerwürfel über eine Kaffeetasse

Chart sieht schlecht aus

Südzucker: Anleger nehmen Reißaus

Stand: 13.01.2016, 14:25 Uhr

Die Südzucker AG hat nun den Großteil des Geschäftsjahres 2015/16 hinter sich gebracht. Im Vergleich zum Vorjahr sehen die Ergebnisse deutlich besser aus. Dennoch bricht die Aktie ein.

Von Anfang März bis Ende November konnte das Mannheimer Unternehmen sein operatives Ergebnis um knapp 14 Prozent auf 198 Millionen Euro verbessern. Der Gewinn stieg sogar um 18 Prozent auf 152 Millionen Euro. Grund waren gute Geschäfte mit Fruchtsaftkonzentraten und Tiefkühlpizzen mit der Marke "Freiberger". Außerdem halfen niedrigere Rohstoffpreise.

Rückläufige Zuckerpreise und stillgelegter Anlagen im Bioethanol-Segment senkten den Umsatz allerdings um fünf Prozent auf 4,95 Milliarden Euro. Die im November aktualisierte Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt.

Hoher Cash-Flow

Südzucker: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
22,92
Differenz absolut
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+0,73%

Fast schon traditionell überzeugt das Unternehmen mit hohen freien Cash-Flows. So lagen die durch das operative Geschäft erwirtschafteten Barmittel nach drei Quartalen bei 595 Millionen Euro. Für Investitionen gab Südzucker nur 261 Millionen Euro aus. Der freie Cash-Flow lag damit bei 331 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Wert allerdings bei rund 470 Millionen gelegen.

Trotz des Rückgangs lag die Rendite des freien Cash-Flows im Verhältnis zum Börsenwert damit bei knapp zehn Prozent. Das ist ein außerordentlich hoher Wert. Schon seit Jahren präsentiert sich Südzucker ausgesprochen stark bei der Erwirtschaftung von Barmitteln. Die Eigenkapitalquote liegt komfortabel bei über 50 Prozent.

Das Papier verliert am Mittwoch dennoch bis zu 14 Prozent auf 14,31 Euro, was noch am ehesten mit Gewinnmitnahmen zu begründen ist. Zuletzt war die Aktie am Widerstand bei 18 Euro gescheitert. Mit dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie (aktuell bei 15,21 Euro) sendet der MDax-Titel ein technisches Verkaufssignal.

Marktbeobachter zeigten sich mit den Zahlen zufrieden. Allerdings dürften im kommenden Geschäftsjahr 2016/17 niedrigere Bioethanol-Preise in Europa für Gegenwind sorgen, hieß es.

ME

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