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Ströer Werbegroßfläche in Frankfurt

SDax-Titel nach Jahreszahlen gefragt

Ströer: Vorläufiger Höhepunkt einer Erfolgsstory

Stand: 24.02.2015, 11:35 Uhr

Dass sich auch mit kleinen Unternehmen an der Börse großes Geld verdienen lässt, zeigt ein Blick auf die Ströer-Aktie. Die Titel der Werbefirma erobern heute ein neues Allzeithoch. Seit ihrem Tief haben sie sich mehr als vervierfacht.

Seit seinem Allzeittief bei 6,26 Euro Ende 2012 geht es für den SDax-Titel steil bergauf. Allein in der Zwölf-Monats-Perspektive häufte er Kursgewinne in Höhe von 117 Prozent an. Dass diese gute Aktienperformance auf einem soliden Fundament ruht, zeigen die vorläufigen Jahreszahlen, die der SDax-Konzern am Dienstagmorgen präsentierte. Demnach konnte die Werbefirma ihren profitablen Wachstumskurs fortsetzen.

Rekordverdächtige Zahlen

2014 war ein Rekordjahr für die Kölner: Der Konzernumsatz zog um mehr als 15 Prozent an auf 721 Millionen Euro. Das bereinigte Ebit kletterte weit überproportional um 37 Prozent auf 99 Millionen Euro.

Und noch eine weitere Bilanzkennziffer ist rekordverdächtig: Der Verschuldungsgrad ist binnen Jahresfrist von 2,8 auf 1,9 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit dem Börsengang gefallen.

Das war eine gute Idee

Die strategische Neuausrichtung der Werbefirma entpuppt sich im Nachhinein als ein geschickter Schachzug des Managements. Konzentrierten sich die Kölner früher rein auf Außenwerbung, stiegen sie 2013 in die Online-Werbung ein und bieten diese seither im Paket mit Außenwerbung an.

»Wir sind äußerst zufrieden mit dem Kurs, den wir eingeschlagen haben. (…) Das neue Geschäftsjahr von Ströer lief bereits vielversprechend an, so dass wir auch weiterhin positiv in die Zukunft blicken können.«

Udo Müller, Vorstandsvorsitzender von Ströer

Ströer-CEO Udo Müller

Kann mit 2014 zufrieden sein: Ströer-Chef Udo Müller. | Bildquelle: Unternehmen

2015 neues Rekordjahr?

Für 2015 peilen die Kölner ein weiteres Rekordjahr an. "Wir fühlen uns sehr komfortabel mit den Prognosen der Analysten für 2015, die im Schnitt einen Umsatz von 778 Millionen Euro und ein Ebitda von 158 Millionen Euro prognostizieren", so Finanzchef Bernd Metzner im Interview mit Reuters. "Hier sollten wir eher positiv überraschen können."

Mit dem heutigen Anstieg auf ein neues Rekordhoch sendet die Ströer-Aktie eines der besten mittel- bis langfristigen Kaufsignale der technischen Analyse überhaupt. Historische Widerstände sind im "uncharted territory" jenseits der alten Rekordmarken naturgemäß nicht auszumachen.

Auf möglichen Fehlausbruch achten!

Um das positive Bild nicht zu gefährden, sollte die Aktie nun nicht mehr auf Wochenschlusskursbasis unter ihr 2011er-Hoch (27,46 Euro) zurückfallen. Falls doch, würde es sich bei dem neuen Allzeithoch nämlich um einen Fehlausbruch auf der Oberseite handeln.

Und dann dürfte das Bonmot gelten: "False breaks are followed by fast moves." Anleger müssten sich für diesen Fall also auf eine schnelle, dynamische Abwärtsbewegung einstellen.

ag

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