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Ströer Werbegroßfläche in Frankfurt

Im Wachstumsmodus

Ströer verdoppelt das Ergebnis

Stand: 23.02.2016, 09:12 Uhr

Die Ströer-Aktie, mittlerweile im MDax, gilt als der Highflyer der jüngsten Zeit schlechthin. Da liegt die Messlatte der Erwartungen natürlich hoch. Aber Ströer scheint auch mit dieser Bürde bequem fertig zu werden.

Denn das Unternehmen ist im abgelaufenen Jahr weiter profitabel gewachsen. Nach vorläufigen Zahlen haben die Kölner die Erlöse um 14 Prozent auf 824 Millionen Euro deutlich gesteigert. Organisch, also ohne Effekte aus Zukäufen und Währungseffekten, lag das Wachstum bei zehn Prozent.

Das bereinigte Jahresergebnis hat sich mit 106 Millionen Euro oder 2,10 Euro je Aktie nahezu verdoppelt. Das Ebitda stieg um 40 Prozent auf 208 Millionen Euro und lag damit etwas über der anvisierten Marke von 200 Millionen Euro. Das endgültige Zahlenwerk soll am 22. März vorgelegt werden.

Im Transformationsprozess

Immer mehr gewinnt das digitale Geschäft an Bedeutung, 2013 stieg Ströer in die Online-Werbung ein. Auch das im November von der Telekom übernommene T-Online Portal hat bereits erste positive Beiträge geliefert. Im Gegenzug war die Telekom selbst bei Ströer eingestiegen und ist mit 11,59 Prozent zum Großaktionär aufgestiegen. Ströer baut konsequent eine digitale Multi-Channel-Strategie auf. Auch am Print-Vermarkter OMS und am Statistik-Portal Statista ist man beteiligt.

Ströer-CEO Udo Müller

Udo Müller. | Bildquelle: Unternehmen

Kein Wunder, dass Firmenchef und Mitinhaber Udo Müller (er hält 21,46 Prozent der Anteile) sich zuversichtlich äußerte: "Wir sind äußerst zufrieden mit dem Kurs, den wir eingeschlagen haben. Unsere sehr guten Geschäftszahlen unterstreichen das. Wir haben es geschafft, ein einzigartiges Geschäftsmodell zu etablieren und erfolgreich unsere Transformation hin zu einem digitalen Multi-Channel-Medienhaus vollzogen."

Die Entwicklung werde dadurch illustriert, dass man mit dem ursprünglichen Geschäft, der Außenwerbung auf großen Plakatwänden, sogenannten Billboards, nur noch 15 Prozent des Umsatzes erziele.

Optimistisch für 2016

Müller berichtete zudem über einen gelungenen Start ins neue Jahr. Er bestätigte den Ausblick, nachdem 2016 ein Ebitda zwischen 270 und 280 Millionen Euro erreicht werden soll bei einem Jahresumsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro. Für das erste Quartal wird einem organischen Wachstum von rund zehn Prozent gerechnet.

Neben Müller und der Telekom hält Dirk Ströer weitere 21,8 Prozent der Anteile. Zudem sind institutionelle Investoren bei Ströer eingestiegen, so die Asset Manager der Allianz und der Credit Suisse. 34,4 Prozent sind im Streubesitz.

Aktie konsolidiert

Seit Anfang 2014 hat sich das Ströer-Papier verfünffacht und hat vor allem 2015 mächtig Fahrt aufgenommen. Die Anleger haben also kräftig mitgezogen bei Ströer. Aktuell konsolidiert das Papier auf hohem Niveau. Die aktuellen Zahlen kommen an der Börse gut an, die Aktie liegt kurz nach der Eröffnung über zwei Prozent im Plus und führt den MDax damit an.

rm

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