Spielwaren

Sechs verschiedene Barbie-Puppen

Medienbericht Steigt Mattel in Hasbros Sandkasten?

Stand: 05.02.2016, 08:16 Uhr

Angeblich führen die beiden Spielzeughersteller Mattel und Hasbro Gespräche über eine milliardenschwere Fusion. Was die "neue" Barbie wohl dazu sagt?

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge wollen sich die beiden Spielzeug-Giganten zusammenschließen. Verhandelt werde bereits seit Ende 2015, laut Insidern ist aber völlig offen, ob überhaupt ein Deal zu Stande kommt.

Hasbro ist bekannt für Gesellschaftsspiele wie Monopoly und Twister, während bei Mattel die berühmte Barbie-Puppe und Fisher Price-Spielzeuge hergestellt werden. Hasbro wollte sich nicht zu dem Bericht äußern, Mattel war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Aktien der beiden Branchenriesen reagierten zuerst kräftig mit einem Plus von bis zu sieben Prozent auf das Gerücht. Die starke Reaktion erwies sich allerdings eher als Strohfeuer: Der Kurs von Mattel schloss mit 1,67 Prozent im Plus. Hasbro legte um 1,2 Prozent zu.

Was lange währt..?

Bereits vor 20 Jahren hat Mattel 5,2 Milliarden Dollar für Hasbro geboten - und das Angebot dann wegen ungünstigen Marktbedingungen zurückgezogen.

Warum unterhalten sich die Spielzeug-Hersteller nach so langer Zeit erneut? Beide leiden unter stagnierenden Umsätzen. Hasbro veröffentlicht zwar seine Jahreszahlen erst nächste Woche, in den ersten neun Monaten des Jahres blieben die Umsätze auf Vorjahresniveau.

Zwar konnte der Konzern unter anderem mit Star Wars-Artikeln seine Umsätze im Segment "Jungen" um 14 Prozent steigern - doch die Mädchen waren vom Hasbro-Spielzeug wenig begeistert.

Deborah Thomas, CFO von Hasbro, sprach von einem "schwierigen Marktumfeld". Insgesamt konnte Hasbro seinen Gewinn um zwölf Prozent auf 276 Millionen Dollar steigern.

Barbie wird jetzt kurvig

Indes versprach Barbie-Produzent Mattel, die Herzen kleiner Damen höher schlagen lassen: Die Kalifornier haben ihre Puppen-Kollektion generalüberholt - Barbie gibt es im Laufe des Jahres auch kurvig, klein und mit anderer Hautfarbe. Dafür gab es viel Lob von Öffentlichkeit und Aktionären.

Das half im Geschäftsjahr 2015 allerdings noch nicht, die Umsätze mit Barbie stagnierten. Indes konnten die Umsätze mit Hot Wheels um 17 Prozent hochgeschraubt werden.

Insgesamt gingen die Mattel-Umsätze im Geschäftsjahr 2015 um vier Prozent auf 2,18 Milliarden Dollar zurück. Die Gewinne brachen sogar um ein Viertel ein - Mattel verdiente dieses Jahr 369 Millionen Dollar. Insgesamt sei man aber zufrieden mit der Performance in diesem "Stadium des Turnarounds", ließ CEO Chris Sinclair verlauten.

Politisch korrekt

Gruppe neuer Barbie-Puppen von Mattel

Barbie-Puppen von Mattel. | Bildquelle: Unternehmen

Mattel ist nicht der einzige Spielwaren-Hersteller, der auf politisch korrekte Figuren setzt: Der nicht börsennotierte, dänische Spielzeugriese Lego bringt Mitte des Jahres ein Rollstuhlfahrer-Männchen auf den Markt.

Playmobil musste indes im Herbst 2015 ordentlich Kritik in den USA einstecken: Die Marke hatte ein Piratenschiff herausgebracht - mit einer Sklavenfigur. Die Dunkelhäutigkeit des Männchens löste Rassismus-Vorwürfe gegen den deutschen Hersteller aus.

cw

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