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Konsum

Online-Shopping bremst das Wachstum

Starbucks stößt in den USA an seine Grenzen

Stand: 24.01.2014, 10:42 Uhr

Der E-Commerce-Boom macht nicht nur dem Einzelhandel, sondern auch Starbucks zu schaffen. Denn wenn die Menschen von zuhause aus shoppen, gehen sie nicht mehr so häufig ins Kaffeehaus. Im abgelaufenen Quartal schwächte sich das rasante Wachstum ab.

Starbucks 1408. | Quelle: Unternehmen

Vor allem in den USA kamen in Dezember weniger Kunden als erwartet in die Filialen, weil sie zunehmend Weihnachtseinkäufe vom Computer zu Hause tätigten. Der Umsatz in den Starbucks-Läden stieg auf bereinigter Basis im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 nur noch um fünf Prozent, Analysten hatten mit knapp sechs Prozent gerechnet.

Zweistelliges Wachstum nur dank Eröffnung neuer Shops

Starbucks: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Berücksichtigt man aber die zahlreichen neu eröffneten Shops, fiel das Wachstum erneut zweistellig aus. Die Erlöse kletterten um zwölf Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn zog um ein Viertel auf 541 Millionen Euro an. Die Zahl der Starbucks-Läden erhöhte sich binnen eines Jahres um rund 1.900 auf fast 20.200. In Deutschland betreibt die Kaffehaus-Kette rund 160 Filialen in 40 Städten.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen weitere 1.500 Läden eröffnet werden. Beim Umsatz peilt Konzernchef Howard Schultz ein Wachstum von zehn Prozent an.

Zunehmende Expansion nach Asien und Europa

Noch macht Starbucks drei Viertel seines Geschäfts in den USA. Da das Wachstum dort immer mehr an seine Grenzen stößt, expandiert Starbucks im Ausland - vor allem in Asien. Dort wird inzwischen gut jede zweite neue Filiale eröffnet. Auch in Europa läuft das Geschäft rund. Dort kamen im vergangenen Jahr 64 neue Standorte hinzu.

Mit Kaffee und Kuchen allein kann Starbucks seine Besucherzahl nicht mehr steigern. Der US-Konzern ist inzwischen in weitere Geschäftsfelder vorgestoßen. Starbucks hat einen Teehändler, eine Saftfirma und eine Großbäckerei übernommen. Außerdem bieten die Amerikaner Kaffeemaschinen für Kaffeekapseln unter dem Namen Verismo an.

Die Zahlen von Starbucks schmecken den Anlegern nur ein bisschen. Nachbörslich legte die Aktie leicht zu.

nb

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