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Konsum

Starbucks Kaffebecher

Weniger Umsatz und Gewinn

Starbucks: In Europa bleiben die Kunden weg

Stand: 22.01.2016, 09:26 Uhr

Die amerikanische Kaffeehauskette hat im vierten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Das liegt nicht zuletzt an den Europäern, die ihren Kaffee zunehmend lieber woanders trinken. Die Anleger sind enttäuscht.

Zwar haben die an der Nasdaq notierten Starbucks-Aktien im regulären New Yorker Handel noch 3,7 Prozent zugelegt, doch im nachbörslichen Handel mussten sie die Gewinne wieder abgeben. Auch in Frankfurt geht es am Morgen kräftig bergab.

Tatsächlich hat ein schwächeres Geschäft in Europa dem Konzern im vierten Quartal die Bilanz verhagelt. Sowohl die Erlöse als auch das in der Region erzielte Ergebnis gingen im vergangenen Quartal zurück.

Starbucks: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
52,21
Differenz absolut
-0,39
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-0,74%

In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika schrumpften die Umsätze im vergangenen Quartal um sechs Prozent auf 313 Millionen Dollar, das operative Ergebnis sank von 50 auf 48 Millionen Dollar. Auch in China und anderen Ländern Asiens gingen zuletzt die Umsätze zurück. Dabei hat das Unternehmen in China allein im letzten Quartal fast 300 neue Filialen eröffnet. In Amerika, dem mit Abstand wichtigsten Markt, wuchs Starbucks hingegen um elf Prozent auf fast 3,73 Milliarden Dollar Umsatz.

1.800 neue Filialen geplant

Insgesamt konnte Starbucks seine Erlöse allerdings um 11,9 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar steigern. Dabei erzielte das Unternehmen ein Ergebnis vor Steuern von gut einer Milliarde Dollar, nach 1,3 Milliarden im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn nach Steuern schmolz sogar um 30 Prozent auf 688 Millionen Dollar ab.

Trotzdem hält Starbucks an seinen Wachstumsaussichten fest. Im laufenden Jahr sollen weltweit 1.800 neue Filialen eröffnet werden, 700 davon in den Vereinigten Staaten. Damit will das Unternehmen trotz des erwarteten Rückgang in Asien um mindestens zehn Prozent wachsen. Der angepeilte Gewinn je aktie von 1,84 bis 1,86 Dollar liegt allerdings leicht unter den Erwartungen der Analysten.

lg

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