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Kleine Dividendenerhöhung, schwacher Ausblick

Stada braucht mehr Beruhigungspillen

Stand: 29.02.2016, 14:16 Uhr

Das Generika-Unternehmen aus dem MDax lässt am Montag einige Anlegerwünsche offen. Der Ausblick auf das laufende Quartal ist eher enttäuschend, und die Dividendenanhebung reißt offenbar auch nicht vom Hocker.

Von 0,66 auf 0,70 Euro je Aktie will der Generika-Hersteller aus Bad Vilbel bei Frankfurt seine Ausschüttung für das vergangene Jahr erhöhen. Vielleicht nicht genug, ist doch der Nettogewinn nach vorläufigen Zahlen um stolze 71 Prozent auf 110,4 Millionen Euro angestiegen.

Das allerdings ist vor allem auf einen Einmal-Effekt im Frühjahr zurückzuführen. Denn im Jahr zuvor hatten hohe Abschreibungen auf das Russland-Geschäft den Gewinn deutlich gedrückt - die blieben im Jahr 2015 aber aus. Anleger dürften aber wohl dennoch mit einer klareren Erhöhung der Gewinnbeteiligung gerechnet haben.

Rubelschwäche als Dauerthema

Die Aktie rutschte allerdings am Montagmittag auch noch aus anderen Gründen zwischenzeitlich ans MDax-Ende. Einerseits laufen die Geschäfte - zumindest in Euro gerechnet - im Osten Europas noch nicht wieder ganz rund. Auch wegen ungünstigen Währungsverhältnissen zwischen Rubel und Euro ging das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um zehn Prozent auf 389,4 Millionen Euro zurück. Allein für Währungskurseffekte seien Belastungen von 16,9 Millionen Euro entstanden. Die konzernweiten Umsätze stiegen um drei Prozent auf 2,12 Milliarden Euro.

Und nicht zuletzt dürfte auch der Ausblick, den Stada am Mittag gab, den Investoren nicht rundum behagt haben: Die Bad Vilbeler gehen für das Gesamtjahr 2016 von einem "leichten" Wachstum beim Umsatz wie dem Ebitda aus, nach dem Ausklammern von Währungs- und Portfolio-Effekten, also Veränderungen, die durch Zukäufe oder Verkäufe entstehen.

Kurzfristiger Ausblick "gedämpft"

Insbesondere der noch vorläufige Blick auf das laufende Quartal gibt hier noch zu denken. "Aus heutiger Sicht" gehe der Vorstand von einer "etwas gedämpften" Entwicklung aus, so die Unternehmensmitteilung.

Die Stada-Aktie hatte sich nach einigen Rückschlägen im vergangenen und zum Beginn dieses Jahres zuletzt wieder von knapp 29 auf inzwischen wieder 32 Euro erholt. Nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen ging es erst einmal um bis zu fünf Prozent bergab. Inzwischen hat sich das Minus auf rund zwei Prozent stabilisiert. Die endgültigen Zahlen und die konkrete Prognose will Stada am 23. März veröffentlichen.

AB

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