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Filmstill aus:

Aktie nach Zahlen gefragt

Software AG will zurück in die Zukunft

Stand: 19.01.2016, 09:06 Uhr

2015 hat es nicht geklappt mit den hochtrabenden Zielen. Doch für die Zukunft nehmen sich die Darmstädter wieder viel vor.

Für 2016 planen sie in der als zukunftsträchtig geltenden Sparte Digital Business Platform (DBP) mit einem Produktumsatz von fünf bis zehn Prozent. Ähnlich hohe Ziele hatte das Management allerdings auch 2015; ursprünglich wurde ein Zuwachs von sechs bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt.

Besser als gedacht

Doch diese Ziele waren nicht zu halten. Immerhin: Laut vorläufigen Zahlen lag der Umsatzzuwachs in der DBP-Sparte mit zwei Prozent im Rahmen der im Oktober gesenkten Jahresprognose (Umsatzzuwachs von null bis drei Prozent).

Im vierten Quartal legten die Gesamterlöse um vier Prozent auf 257,5 Millionen Euro zu. Damit konnte der der zweitgrößte deutsche Software-Hersteller nach SAP die Erwartungen des Marktes locker übertreffen, Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Plus auf 250,4 Millionen Euro gerechnet.

Die Marge macht's!

Im Gesamtjahr zogen die Erlöse um zwei Prozent auf 873,1 Millionen Euro an, während das operative Ergebnis (Ebita) um acht Prozent auf 259,1 Millionen Euro kletterte.

Die Ebita-Marge lag bei 30 Prozent und damit über der zuletzt erst erhöhten Prognose von 28 bis 29 Prozent. Im laufenden Jahr soll dieser Wert auf 30 bis 31 Prozent steigen.

Erleichterung macht sich breit

Anleger reagieren über die Maßen erleichtert auf die Zahlenvorlage. Die Aktie der Software AG zieht zu Handelsbeginn auf Xetra bis auf 28,20 Euro an - ein Plus von 9,6 Prozent.

Die Aktie hat sich seit der Prognosesenkung im Oktober – damals markierte sie bei 22,80 Euro ein Tief – deutlich erholt. Zuletzt war sie allerdings in einer Seitwärtsbewegung (obere Begrenzung bei 27,38 Euro) gefangen. Aus dieser könnte sie nun nach oben ausbrechen. Nächstes Ziel wäre dann das Jahreshoch von 2015 (28,05 Euro).

ag

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