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Besser als befürchtet

Software AG: Überraschung gelungen

Stand: 21.04.2017, 09:34 Uhr

Die Darmstädter Software AG ist zu Jahresbeginn weiter geschrumpft. Allerdings ist der Prozess geringer ausgefallen als befürchtet. Das beflügelt die Aktie.

Die im TecDax notierten Papiere legen am Morgen um über vier Prozent zu und sind damit die stärksten Werte in dem Segment. Damit nähert sich der Kurs seinem Hoch von knapp 39 Euro aus dem vergangenen Jahr. Ein Händler lobte am Morgen vor allem die unerwartet robuste Profitabilität des Unternehmens und das Wachstum der Lizenzerlöse mit Integrationssoftware.

Insgesamt jedoch gingen Umsatz und Ergebnis weiter zurück. Das Betriebsergebnis (Ebita) sank im ersten Quartal um fünf Prozent auf 56,3 Millionen Euro, wie das Darmstädter Unternehmen am Freitag mitteilte. Hintergrund seien verstärkte Ausgaben für die Entwicklung sowie das Marketing, mit denen man Marktchancen nutzen möchte. Der Gesamtumsatz der im TecDax notierten Firma sank um 0,1 Prozent auf 206 Millionen Euro. Damit schlug sich die Software AG besser als erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten bei einem Umsatz von 202 Millionen Euro ein Betriebsergebnis von 51,3 Millionen Euro erwartet.

Marge dürfte sich verbessern

Software AG: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die etwas schwächeren Umsatzerlöse erklärt das Unternehmen vor allem durch den Rückgang beim Verkauf von Datenbanken. Im Geschäft mit Integrationssoftware, einem Wachstumstreiber, ging es dagegen deutlich voran. Positiv aufgenommen wurde auch der Ausblick.

Hier rechnet der Vorstand in diesem Jahr mit einer weiteren Verbesserung der operativen Marge - also dem Teil, der vom Umsatz als operatives Ergebnis übrig bleibt. Sie soll zwischen 30,5 bis 31,5 Prozent liegen. In den ersten drei Monaten blieb die Software AG wegen der Investitionen in den Ausbau der DBP-Sparte mit 27,5 Prozent erwartungsgemäß noch deutlich hinter diesem Ziel zurück.

Zuversicht auch beim Umsatz

Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit neuem Schwung in der größten Sparte, Digital Business Plattform (DBP), in der die Integrationssoftware gebündelt ist. Hier sollen die Erlöse um fünf bis zehn Prozent steigen - vor den Folgen von Währungsschwankungen. Im Datenbank-Bereich (A&N) werde dagegen ein währungsbereinigtes Minus von zwei bis sechs Prozent erwartet.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Ziele beim Wachstum im Geschäft mit der Integrationssoftware verfehlt. Finanzvorstand Arnd Zinnhardt hatte im Januar in einem Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gesagt, dass manches zäher angelaufen sei als geplant. Dabei hatte er aber auch betont, dass es auch eine hohe Nachfrage in dem Bereich gäbe.

lg

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Stand: 21.04.2017, 09:34 Uhr

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