Seitenueberschrift

Mobilfunk

Mark Zuckerberg spricht auf dem Mobile World Congress 2016 in Barcelona

Mobilfunk-Messe Barcelona

Smartphones und die virtuelle Realität

Stand: 22.02.2016, 08:14 Uhr

Der Smartphone-Markt steht vor riesigen Veränderungen. Auf dem heute beginnenden Mobile World Congress in Barcelona flankiert Samsung seine neuesten Geräte mit virtueller Realität. Und Konkurrent LG setzt auf allerlei Zubehör.

Aufs Smartphone allein will sich LG offenbar nicht mehr verlassen. Der koreanische Elektronikhersteller bringt sein neues Modell G5 mit einer Reihe von Zubehör auf den Markt. Es lässt sich aufrüsten: zu einer Kompaktkamera oder einem Lautsprecher, einer Fernbedienung für eine Virtual-Reality-Brille oder einem Spielzeugroboter. Und das mit Bang & Olufsen entwickelte "LG Hi-fi Plus" soll das Smartphone zu einer Audio-Anlage machen.Der Nutzer habe damit einen "abenteuerlichen Freizeitpark in der Tasche", sagte LG-Chef Juno Cho am Sonntag auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.

Abheben will sich LG aber vor allem mit dem Zubehör. Die Module lassen sich an der Öffnung für den austauschbaren Akku andocken, etwa eine Kamera samt Auslöser und zusätzlichem Akku oder einem Soundprozessor von Bang & Olufsen. Andere Geräte lassen sich mit dem Smartphone steuern.

Smartphone als Fernbedienung

Wie für andere Hersteller auch spielt Virtual Reality (VR) für LG eine wichtige Rolle. Das G5 lässt sich als Fernbedienung für eine VR-Brille nutzen, die – anders als etwa die Gear VR von Samsung – aber über eigene Bildschirme verfügt. Eine 360-Grad-Kamera erlaubt es, eigene Rundumbilder aufzunehmen. Zu Preisen und Verfügbarkeit äußerte sich das Unternehmen nicht. Wie viele Nutzer sich in den Freizeitpark wagen, ist allerdings fraglich. LG hat in den vergangenen Jahren an Marktanteilen verloren und ist vor allem gegenüber chinesischen Konkurrenten wie Huawei ins Hintertreffen geraten.

Facebook: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
107,00
Differenz absolut
0,30
Differenz relativ
+0,28%

Virtuelle Realität spielt auch beim Marktführer Samsung eine herausragende Rolle, denn auf weitere Leistungssteigerungen der Telefone allein verlässt sich das Unternehmen nicht mehr. Vielmehr brauchen die Smartphones einen wachsenden Zusatznutzen, der dem Anwender neue Erlebniswelten erschließen soll - in Form virtueller Realität. Als Anreiz gibt Samsung Käufern, die vor dem Marktstart am 11. März eines der neuen Smartphones vorbestellt, eine Gear-VR-Brille dazu. 

Hilfe von Mark Zuckerberg

Dabei bekommt Samsung tatkräftige Unterstützung von Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer tauchte am Sonntagabend überraschend bei der Präsentation der neuen Samsung-Geräte in Barcelona auf. "Virtuelle Realität ist die nächste Plattform", verkündete Zuckerberg.

Zu Facebook gehört der Virtual-Reality-Vorreiter Oculus, für den Zuckerberg zwei Milliarden Dollar hinblätterte. Ihn reize es, später nicht nur Fotos von den ersten Schritten seiner kleinen Tochter Max zu sehen, sondern ganz in die Szene eintauchen zu können, sagte Zuckerberg.

Huawei mit Tablet

Huawei Mate S

Huawei Mate S. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Die beiden neuen Smartphone-Modelle sind wasserdicht - sie können bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von 1,5 Metern verbringen. Die Kamera soll auch bei wenig Licht scharfe Bilder mit natürlichen Farben machen. Daneben stellte Samsung zum Auftakt der Mobilfunkmesse Mobile World Congress auch eine 360-Grad-Kamera vor, die Nutzer zum Drehen von Virtual-Reality-Videos animieren soll.

Die weltweite Nummer 3 der Branche, der chinesische Anbieter Huawei, will mit seinem Tablet MateBook mit Windows 10, einem Doppelkern-Prozessor von Intel und einer Ansteck-Tastatur heutige Notebooks ersetzen, sagte Geräte-Chef Richard Yu. Der chinesische Konzern folgt damit beim Einstieg ins PC-Geschäft dem Vorbild von Microsoft und Apple, die mit dem Surface Book und dem iPad Pro auf eine ähnliche Geräteklasse setzen.

2-in-1-Geräte

Der MateBook ist stark auf Unternehmenskunden ausgerichtet. So sind in dem dafür entwickelten Stift ein Laser-Pointer und Knöpfe zur Bedienung von Präsentations-Software integriert. Als weitere Innovation gibt es ein Zusatzmodul mit Anschlüssen, die PC-Nutzer bei einem Tablet vermissen könnten. Das Geschäft mit klassischen Notebooks und Desktop-Rechnern steht seit Jahren unter Druck - allein 2015 sanken die Verkäufe um rund ein Zehntel. Die Kategorie der sogenannten 2-in-1-Geräte, die als Notebook und Tablet genutzt werden können, wächst hingegen.

Und Apple? Der kalifornische Konzern ist zwar die weltweite Nummer 2 unter den Smartphoneanbietern mit etwa 18 Prozent Marktanteil. An der Messe in Barcelona nimmt Apple traditionell aber nicht teil. Zur Präsentation der Neuigkeiten veranstaltet das Unternehmen seine eigene Messe.

lg

1/10

Die spannendsten Neuigkeiten aus Barcelona

Von Facebook bis Samsung

Samsung Galaxy S7 Edge

Samsung Galaxy S7 Edge

Zum Auftakt des Mobile World Congress in Barcelona hat Smartphone-Marktführer Samsung zwei neue Modelle seiner Flaggschiff-Reihe ins Rennen geschickt. Das Galaxy 7 und S7 Edge warten mit verbesserter Leistung und neuen Funktionen auf. Doch auf weitere Leistungssteigerungen der Telefone allein verlässt sich das Unternehmen nicht mehr. Samsung setzt deshalb massiv auf den Trend virtuelle Realität. Als Anreiz gibt Samsung Käufern, die vor dem Marktstart am 11. März eines der neuen Smartphones vorbestellt haben, eine Gear-VR-Brille dazu.

Darstellung: