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Solar

SMA Solar-Schriftzug an der Fassade eines Fertigungsgebäudes im nordhessischen Niestetal

Vorläufige Jahreszahlen

SMA Solar ist wieder ein Gewinner

Stand: 26.01.2016, 20:02 Uhr

Was sich zuletzt bereits andeutete, ist nun Gewissheit. SMA Solar, einzig verbliebener Solarwert im TecDax, hat 2015 die Wende zum Guten geschafft - und das auch noch früher als erwartet.

Der Solartechnikkonzern SMA Solar hat 2015 dank der guten Nachfrage in den USA und Einsparungen besser abgeschnitten als erwartet. Nach vorläufigen Schätzungen habe der Konzern einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro und ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 30 bis 33 Millionen Euro erzielt, teilte SMA Solar am Dienstag mit. Der Solartechnikkonzern hatte im vergangenen Jahr mehrfach seine Prognose erhöht und zuletzt einen Umsatz von maximal 975 Millionen Euro und ein Ebit von bis zu 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Wieder in der Gewinnzone

Die Nordhessen profitierten von der guten Nachfrage vor allem in den USA, Japan und Indien. "SMA ist 2015 bereits früher als erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt", sagte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. In den vergangenen Jahren hatte die Firma rote Zahlen geschrieben.

Der wegen des Preisdrucks und der mauen Geschäfte in Deutschland ins Wanken geratene Branchenriese hatte Anfang 2015 ein Sparprogramm mit massiven Stellenstreichungen auf den Weg gebracht. Die Zahl der Vollzeitstellen sei im vergangenen Jahr um rund 1400 gesunken, erklärte der Wechselrichter-Produzent. Wechselrichter sind das Herzstück einer Solaranlage und wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der ins Netz eingespeist werden kann.

Den vollständigen Konzernabschluss für 2015 will SMA am 30. März veröffentlichen. Bereits auf dem Capital Markets Day am Freitag will der Vorstand den Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlichen.

Aktie wie Phoenix aus der Asche

Was für eine Wiederauferstehung! Noch vor einem Jahr kostete das Papier noch ganze zehn Euro, aktuell hat es sich von diesem Niveau aus verfünffacht. Anfang Januar wurden sogar 56 Euro erreicht, ehe der Titel mit dem Gesamtmarkt konsolidierte. Eine beeindruckende Wende, mit der jetzt die Kursniveaus von Anfang 2014 wieder erreicht sind. Vom Hoch aus dem Jahr 2010 bei etwas über 103 Euro ist das Papier allerdings noch weit entfernt, es müsste sich auf dem erhöhten Niveau dazu nochmals verdoppeln.

Im Späthandel legte die Aktie aktuell weiter zu und schließt bei 51,18 Euro. Der Xetra-Schlusskurs lag bei 49,01 Euro. Das war ein Zuwachs von 2,29 Prozent und deutlich mehr als der TecDax, der leicht 0,03 Prozent verlor. Da die Zahlen ganz kurz vor Ende des regulären Xetra-Handels über den Ticker kamen, haben einige Anleger wohl noch schnell zugegriffen.

rtr/rm

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