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Deutsche Bank-Schriftzug von den Doppeltürmen

Negativ-Schlagzeilen reißen nicht ab

Setzt die Deutsche Bank auf Schummel-Software?

Stand: 15.01.2016, 19:41 Uhr

Der nächste Skandal steht ins Haus: Die Deutsche Bank soll mit einer speziellen Software Kundenaufträge für Devisengeschäfte verzögert haben. Die Bank weist das zurück.

So lautet zumindest der Vorwurf einer bereits im Dezember eingereichten Sammelklage in den USA, über die das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag berichtet. Der deutsche Branchenprimus soll die Software sowohl in seine elektronische Handelsplattform "Autobahn" für den Devisenhandel als auch im Handel über andere Plattformen verwendet haben, um sich zulasten ihrer Kunden zu bereichern.

Das Institut weist die erhobenen Vorwürfe zurück, wie ein Sprecher in Frankfurt bestätigte.

Verzögerungen und Kurseinbußen?

Die Software soll die Ausführung von Kundenaufträgen nicht nur unnötig verzögert haben - durch den Zeitvorteil kann man Aufträge zurückweisen, wenn der Kurs in die für die Bank ungünstige Richtung läuft.

Einige Aufträgen sollen auch zu einem schlechteren als dem zuvor angezeigten Kurs ausgeführt worden sein.

Die Deutsche Bank hat bei dem New Yorker Gericht beantragt, die Klage zurückzuweisen. Die klageführende Kanzlei Hausfeld kündigte zwei weitere Klagen in dieser Sache gegen die Deutsche Bank am Finanzplatz London an.

bs

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