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Medizintechnik

Mitarbeiter im Sartorius-Labor

Neue Prognose treibt Sartorius-Aktie

Sartorius putscht sich auf

Stand: 20.10.2015, 11:02 Uhr

Die Labortechnik von Sartorius findet reißenden Absatz. Die Umsätze sprudeln, die Gewinne überschlagen sich. Das treibt Sartorius zur nunmehr dritten Prognoseanhebung in diesem Jahr. Wie viel Dynamik ist jetzt noch drin?

Die Sartorius-Bilanz kann sich wirklich sehen lassen. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um fast ein Drittel auf 295 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schoss 54 Prozent aufwärts auf knapp 73 Millionen Euro. Und der Gewinn sprang noch höher, um fast 80 Prozent: Unter dem Strich bleiben damit 31 Millionen Euro hängen.

Da kann Vorstandschef Joachim Kreuzburg ohne Sorge die Latte für 2015 noch ein wenig höher legen, nunmehr zum dritten Mal in diesem Jahr. Sowohl Umsatz als auch operative Marge sollen höher ausfallen als noch im Sommer gedacht. Die Erlöse dürften statt um 12 Prozent nun um 15 Prozent zulegen. Davon sollen nun 23 Prozent als operatives Ergebnis (Ebitda) hängen bleiben, während man zuvor nur von 22,5 Prozent ausgegangen war.

Sartorius-Aktie im vollen Lauf

"Das sehr starke Wachstum unserer größeren Sparte Bioprocess Solutions hat sich fortgesetzt", sagte Vorstandschef Joachim Kreuzburg. Das Geschäftsumfeld sei besser als erwartet und Sartorius habe weiter Marktanteile gewinnen können. In der Sparte stellt Sartorius unter anderem Filter und Einwegprodukte her, die bei der Produktion von Biopharmazeutika, Impfstoffen oder Biokraftstoffen benötigt werden. Zu den Laborausrüstungen des Konzerns gehören zum Beispiel Instrumente wie Pipetten oder Industriewaagen, Reiniger oder Fermentierer.

Anleger ließen sich von der erneuten Prognoseanhebung locken: Sartorius-Aktien stiegen heute zeitweise um mehr als drei Prozent auf 210 Euro und gehörten zu den größten Gewinnern im Technologieindex TecDax. Seit Jahresbeginn haben die Anteilsscheine ihren Wert verdoppelt, damals standen sie noch bei rund 100 Euro.

Lässt jetzt die Gewinndynamik nach?

Von Analystenseite kam Lob, die DZ Bank erneuerte ihre Kaufempfehlung, beließ allerdings das Kursziel auf 204 Euro. Die Commerzbank hat zwar nur ein "Hold" übrig, aber immerhin mit einem Kursziel von 220 Euro. Analyst Daniel Wendorff war positiv überrascht, allerdings lasse nun die Geschäftsdynamik nach, schrieb er in einem Kurzkommentar.

bs

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