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Frische Quartalszahlen

Ryanair peilt höheren Gewinn an

Höhere Ticketpreise machen es möglich: Der irische Billigflieger Ryanair stellt seine Zahlen vor und erhöht bei der Gelegenheit gleich noch die Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Für Ryanair verlief dieser Winter bislang ohne Schrecken.

RyanAir-Flotte auf dem Flughafen Hahn im Hunsrück (Quelle: pa/dpa)

Ryanair schraubte den Umsatz im abgelaufenen Quartal um 15 Prozent auf 969 Millionen Euro. Besonders erfreulich für das Management ist die Tatsache, dass die Zahl der Fluggäste im abgelaufenen Quartal zwischen Oktober und Dezember um drei Prozent auf 17,3 Millionen kletterte. Der Winter gilt bei Fluggesellschaften als die schwächste Jahreszeit. Ihre Gewinne fliegen sie vor allem in der Hauptreisezeit im Sommer ein, wenn sich die Passagiere zu ihren weltweiten Urlaubszielen verfrachten lassen.

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Bis Ende Dezember verdiente Ryanair dank höherer Ticketpreise unter dem Strich 18 Millionen Euro. Das sind 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das schürt weiteren Optimismus. Ryanair-Chef Michael O'Leary geht dank des erfolgreichen dritten Quartals davon aus, dass auch das Gesamtjahr stärker als erwartet zu Ende gehen wird. Im gesamten Geschäftsjahr bis Ende März dürfte der Überschuss fast 540 Millionen Euro erreichen, teilte das Unternehmen mit. Bisher war das Ryanair-Management von 490 bis 520 Millionen Euro ausgegangen.

Easyjet sticht Ryanair aus

Die Aktie knickte im frühen Handel um mehr als ein Prozent ein. Ryanair kündigte an, Strecken an Wettbewerber abgeben zu wollen, um damit die Wettbewerbsbedenken wegen der weiter angestrebten Übernahme von Aer Lingus zu zerstreuen. In den vergangenen zwölf Monaten war das Papier allerdings um fast 40 Prozent geklettert. Keine schlechte Performance, könnte man denken. Aber es geht immer noch besser und das verdirbt ein bisschen die Freude am Erfolg. Die Titel des britischen Konkurrenten Easyjet machten im gleichen Zeitraum nämlich einen imposanten Satz um mehr als 130 Prozent.      

Erst vor ein paar Tagen hatte der Konkurrent und europäische Nummer 2 hinter Ryanair die Umsatzzahlen präsentiert. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember kletterten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 833 Millionen britische Pfund. Die Aktie hatte mit einem Satz nach vorn um mehr als fünf Prozent reagiert. Zum Gewinn für das erste Geschäftsquartal hatte Easyjet keine Angaben gemacht.

Verwaltungsratschef Rake tritt zurück

Easyjet: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Das Easyjet-Angebot ist insgesamt etwas breiter als beim Konkurrenten Ryanair und wird auch von Geschäftsreisenden genutzt. Außerdem hatte Easyjet nach den Olympischen Spielen 2012 in London gewisser Weise eine Sonderkonjunktur. Easyjet hatte davon profitiert, dass die Nachfrage angestiegen war. Nach den Sommer-Spielen hätten sich viele Londoner spontan entschlossen, in Strandregionen zu reisen, hatte Konzernchefin Carolyn McCall erklärt.      

Heute geht es allerdings auch mit der Easyjet-Aktie rückwärts. Verwaltungsratschef Mike Rake will Mitte des Jahres Platz für einen Nachfolger machen. In den vergangenen drei Jahren habe sich die britische Billigfluggesellschaft in jeder Hinsicht gut entwickelt, erläuterte Rake am Montag seine Entscheidung. Das Unternehmen stehe vor der Aufnahme in den Londoner Aktienindex FTSE 100. Dies sei der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats, meint Rake.

tagesschau24 Xetra-Schluss-Bericht vom 21.05.2013

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