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Rüstung

Rheinmetall-Panzer Puma auf einem Waldweg

Kooperation beschlossen

Rheinmetall und Raytheon rüsten auf

Stand: 17.02.2017, 14:44 Uhr

Es gibt sie doch noch, die transatlantische Zusammenarbeit. Die beiden Rüstungskonzerne Rheinmetall aus dem MDax und der US-Riese Raytheon haben eine umfassende Zusammenarbeit bekannt gegeben.

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern und der amerikanische Rüstungskonzern Raytheon haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Dies teilte Rheinmetall am Freitag mit. Damit wollen sich beide Partner neue Märkte erschließen.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger bemühte große Worte: "Mit dieser wegweisenden Kooperation beginnen wir ein neues Kapitel für Rheinmetall – sowohl in technologischer Hinsicht wie auch in der Präsenz in wichtigen Märkten." Auch Thomas A. Kennedy, der Chairman von Raytheon, blickt zuversichtlich auf die Partnerschaft mit der deutschen Firma: "Strategische Industriepartnerschaften sind Treiber für Innovationen." Dies sei ganz im Interesse der Kunden, fuhr Kennedy fort. Beide Seiten erklärten, sie freuten sich auf die Zusammenarbeit.

Rheinmetall: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
85,62
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+0,28%
Raytheon: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
Kurs
145,64
Differenz relativ
+2,39%

Ein starker Verbund

Zusammen arbeiten will man in den Bereichen Luftverteidigung, Kampffahrzeuge, Waffen und Munition, Cyber Defence sowie Simulation und Ausbildung. Raytheon ist besonders auf dem Feld der Luftverteidigungssysteme, Lenkkörper und Raketen stark vertreten, Rheinmetall bei Kampf- und Abwehrsystemen sowie bei Waffen und Munition für Landstreitkräfte. Vor allem durch die Zusammenführung kanonen- und raketenbasierter Systeme entstehe nun ein starker Verbund, hieß es.

Transportpanzer Fuchs 1A8 von Rheinmetall auf einem Feldweg

Transportpanzer Fuchs 1A8 von Rheinmetall. | Quelle: picture-alliance/dpa

Rheinmetall hatte nach der Fusion des Konkurrenten Krauss Maffei mit dem französischen Staatskonzern Nexter angekündigt, internationale Kooperationen vorantreiben zu wollen. Mit Raytheon haben die Düsseldorfer nun einen prominenten Partner an ihrer Seite. Der Konzern mit Sitz in Waltham im US-Bundesstaat Massachusetts setzte 2016 mit 63.000 Beschäftigten gut 24 Milliarden Dollar um. Der Börsenwert liegt bei 44,6 Milliarden Dollar. Rheinmetall als deutlich kleinerer Partner kommt mit 23.000 Mitarbeitern auf 5,6 Milliarden Euro Umsatz und ist mit 3,1 Milliarden Euro bewertet.

Aktien auf Rekordniveau

Das an der NYSE notierte Raytheon-Papier legt vorbörslich gut 1,8 Prozent zu. Die Aktie hat vor allem nach der Wahl Donald Trumps ab November kräftig zugelegt und steht aktuell bei 152,39 Dollar (Schlusskurs am Donnerstag) auf historischem Hoch. Aber es lief auch vorher schon sehr gut für die Amerikaner. Seit Anfang 2013 hat sich die Raytheon-Aktie mehr als verdoppelt.

Die-Rheinmetall-Aktie ist im MDax nach dem Sommer-Tief bei etwas über 51 Euro ebenfalls sehr gut gelaufen und steht aktuell mit über 71 Euro auf einem Fünf-Jahres-Hoch. Auch das Rekordhoch aus dem Jahr 2007 bei etwas über 74 Euro ist damit in Reichweite. Die Anleger reagieren auf die Kooperationsnachricht mit Käufen und treiben den Kurs aktuell über 1,6 Prozent.

rm

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Northrop Grumman

Northrop Grumman verkauft unter anderem Drohnen, Raketen- und Flugabwehrsysteme. Hierzulande ist der Konzern wegen des Debakels um die Drohne "Euro-Hawk" noch in Erinnerung. Im vergangenen Jahre erzielte Northrop Grumman einen Umsatz von 24,5 Milliarden Dollar und 2,2 Milliarden Dollar Gewinn.

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