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Automobile

Blick über die Motorhaube auf einen Mercedesstern auf die Straße während der Fahrt

Hauptversammlung im Blick

Rekorddividende bei Daimler

Stand: 01.04.2015, 09:23 Uhr

Wenn heute in Berlin die Aktionäre von Daimler zusammenkommen, stehen die Zeichen auf Harmonie. Kein Wunder, denn es läuft rund bei den Stuttgartern. Konzernchef Zetsche hat darüber hinaus große Pläne.

Zunächst aber wird auf der Hauptversammlung über den Dividendenvorschlag des Vorstands für das vergangene Geschäftsjahr 2014 abgestimmt. 2,45 Euro sollen je Aktie ausgeschüttet werden, so viel gab es noch nie. Selbst auf dem aktuell hohen Kursniveau der Aktie von knapp 90 Euro beträgt die Dividendenrendite damit immer noch 2,73 Prozent. Das sind Renditedimensionen, von denen vor allem die Anleger am Rentenmarkt derzeit nur träumen können. Und eine markante Stütze für die Aktie.

Daimler-Vorstand Dieter Zetsche lacht

Daimler-Vorstand Dieter Zetsche. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Die Laune der Aktionäre dürfte also steigen, zumal die aktuelle Nachrichtenlage beim Autobauer kaum Anlass zu nennenswerter Kritik bietet. Selbst die Fondsgesellschaft DWS, sonst ein kritischer Begleiter auf so mancher Aktionärsversammlung der großen Dax-Unternehmen, schickt noch nicht mal einen Vertreter. Ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass die Dinge sich zumindest im Moment in die richtige Richtung bewegen.

Auf Wachstumskurs

Entwurfszeichnung eines Daimler Pickup

Daimler Pickup-Zeichnung. | Bildquelle: Unternehmen

Fakt ist, dass Daimler derzeit die Früchte seiner Pkw-Modellpolitik erntet, denn aktuell sind eine Reihe neuer Modelle auf dem Markt, vom GLA-Geländewagen bis zur Nobelkarosse Maybach. Aber der Konzern denkt schon weiter, aktuell soll mit Nissan zusammen sogar ein Pick-up-Truck gebaut werden - und damit ein neues Marktsegment erschlossen werden.

Hinzu kommt, dass das Geschäft auf dem chinesischen Markt weiter stark bleibt. Mit einem Absatzanteil von 32 Prozent war der Markt 2014 der wichtigste Wachstumstreiber für die deutschen Autobauer. Das war nicht immer so bei Daimler, hat doch der Konzern den Einstieg in den boomenden Markt im Reich der Mitte anfangs ziemlich verpennt. Trotz aller Jubelstürme zeigt dies, dass im ohnehin sehr zyklischen Autogeschäft Nachlässigkeiten sofort gnadenlos bestraft werden. Zudem, so geben Experten zu bedenken, wächst auch die Abhängigkeit vom chinesischen Markt immer stärker.

Guter Jahresauftakt

Aber aktuell scheint einfach nicht die Zeit, Wasser in den Wein zu gießen. Für 2015 hat der mittlerweile 61-jährige Dieter Zetsche nämlich ehrgeizige Pläne. Verkaufszahlen, Umsatz und Gewinn aus dem Kerngeschäft sollen in diesem Jahr deutlich gesteigert werden, erklärte er bei der Vorstellung der Jahreszahlen im Februar.

Die Rechnung scheint aufzugehen - in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres hat die größte Sparte Mercedes-Cars mit einem Absatzplus von 14,5 Prozent im Jahresvergleich das hohe Wachstumstempo gehalten. Insgesamt 263.000 Fahrzeuge wurden ausgeliefert, heißt es im Vorgriff auf den heutigen HV-Redetext von Zetsche. Überhaupt ist Bescheidenheit nicht das Ding des Topmanagers - bis zum Jahr 2020 will er Daimler wieder zum größten und profitabelsten Premiumhersteller machen - genau das dürften die Aktionäre hören wollen. Derzeit liegt der Konzern hinter BMW und der VW-Tochter Audi nur auf Platz drei.

Daimlers Aktionärssstruktur

Daimlers Aktien befinden sich größtenteils im Streubesitz, der bei 79,15 Prozent liegt. Größter Einzelaktionär ist das Emirat Kuwait mit seiner Investmentgesellschaft, die 6,8 Prozent hält. Zudem gibt es eine ganze Reihe institutioneller Investoren, unter anderem hält der US-Investor Blackrock 4,98 Prozent. Andere große Autobauer wie BMW und VW haben zentrale Ankeraktionäre. Bei BMW die Familie Quandt und bei VW der Familienclan Porsche/Piech sowie das Land Niedersachsen.

Die Börse zieht jetzt auch mit

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Beim Blick auf den Chart scheint es fast so, als wollten die Anleger nachholen, was sie in den Jahren 2011 und 2012 verpasst haben. Denn während bei der Konkurrenz der Aufwärtstrend schon deutlich ausgeprägter war, kam die Daimler-Aktie nicht so recht auf die Beine.

Erst ab der ersten Jahreshälfte 2013 hat auch das Daimler-Papier das Tempo der Branche erreicht - bis hin zum fast schon schwindelerregenden Fahnenstangenchart in diesem Jahr. So hoch wie aktuell stand der Kurs nicht mehr seit dem Jahr 1999. Das historische Hoch aus dem Jahr 1998 liegt bei 102,25 Euro - bevor die geplatzte Tech-Blase den gesamten Aktienmarkt in Sippenhaft nahm und für heftige Korrekturen sorgte. Aber auch dafür scheint aktuell nicht die Zeit zu sein, so steil der Chart derzeit auch in die Höhe schießt.

rm

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Daimlers neue Sterne am Autohimmel

Prunk, PS oder Pragmatismus

Mercedes-Maybach

Maybach S 600

In der Oberklasse bietet Daimler eine Neuauflage des Mercedes Maybach. Die Luxuslimousine mit einer beeindruckenden Länge von 5,45 Metern beschleunigt innerhalb von fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Kein Wunder, schließlich verfügt das neue Mercedes-Flaggschiff über zwölf Zylinder, sechs Liter Hubraum und 530 PS. Auf Wunsch sind hier natürlich auch viele Extras möglich, beispielsweise handgearbeitete Champagnerkelche aus Silber. Dafür kostet der Mercedes Maybach S 600 schlappe 182.842 Euro.

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