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Übernahmegerüchte

Filme von Apple?

Stand: 14.01.2016, 09:14 Uhr

Um die Zukunft des Fernsehens macht sich Apple schon lange Gedanken. Auch sucht der Konzern nach einem Ausweg aus seiner Abhängigkeit vom iPhone. Dabei schauen sich die Kalifornier offenbar den Medienkonzern Time Warner an.

Wie die "New York Post" unter Berufung auf Insider berichtete, sei Apple im Rennen mit AT&T und Fox, um den Film- Und Fernsehkonzern Time Warner zu übernehmen. Dessen Chef Jeff Bewkes hatte Anfang der Woche auf einer Analystenveranstaltung gesagt, der Konzern sei einem Verkauf nicht abgeneigt. Zu Time Warner gehören unter anderem die Filmstudios Warner Bros., der Kabelsender HBO, der Comic-Verlag DC sowie Time Inc.

Mit der Übernahme von Time Warner könnte Apple die Grundlage für einen seit einigen Monaten immer wieder erwähnten Streaming-TV-Dienst bilden. Mit Inhalten von CNN, HBO, TBS, TNT, NBA TV, dem Cartoon Network und Warner Bros. hätte der Konzern einen guten Start für einen eigenen Sender auf Apple TV.

200 Milliarden

Am nötigen Kleingeld für die Übernahme des Medienriesen mangelt es Apple nicht. Das Unternehmen hat jüngsten Angaben zufolge mindestens 200 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Doch das Erfolgsmodell Apple scheint zu bröckeln. Der Aktienkurs von Apple ist in den letzten Monaten von 133 Dollar - seinem bisherhigen Höchststand - auf zuletzt 97 Dollar eingebrochen. Grund ist die Sorge vor Problemen in China, dem zweitwichtigsten Markt von Apple nach den USA, sowie das deutlich langsamere Wachstum des weltweiten Marktes für Smartphones.

An der Börse kommen die Gerüchte einer möglichen Diversifizierung gut an. Zwar konnte sich die Apple-Aktie gestern dem generellen Einbruch der Kurse an der Wall Street - das Unternehmen ist sowohl im Dow Jones-Index als auch an der Nasdaq notiert - nicht entziehen und fiel um 2,67 Prozent. Doch in den beiden Vortagen entwickelte sich die Apple-Aktie besser als der Markt, stieg am Dienstag, dem Tag der Veröffentlichung der Übernahmepläne, sogar wieder über die Marke von 100 Dollar.

TineWarner-Chef unter Druck

Rupert Murdoch

Rupert Murdoch. | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Allerdings sind die Versuche, Time Warner zu übernehmen, bisher immer wieder gescheitert. Vor rund 18 Monaten hatte Konzernchef Jeff Bewkes ein Kaufangebot von Rupert Murdochs 21st Century Fox abgelehnt. Verwaltungsrat und Vorstand hätten es sogar abgelehnt, mit ihm zu sprechen, sagte Murdoch. Der hatte im August 2014 sein Angebot über 80 Milliarden Dollar zurückgezogen.

Seither ist keine Ruhe eingekehrt. Damals notierte Time Warner bei 87 Dollar pro Aktie, jetzt sind des gerade einmal 70 Dollar an der Kurstafel. Das macht die Aktionäre unzufrieden, sie verlangen von Bewkes, etwas gegen den Kursverfall zu unternehmen. Einige Anteilseigner rechnen bereits vor, dass das Unternehmen in Teilen bis zu 40 Prozent mehr wert sei, als zusammen.

Apple braucht Erfolge

Auch Apple braucht dringend Erfolgsmeldungen, um den Niedergang der Aktie zu stoppen. Zudem wird immer berichtet, Konzernchef Tim Cook wolle einen TV-Dienst in den USA anbieten.
Schon Firmengründer Steve Jobs hatte vor seinem Tod seinem Biographen Walter Isaacson anvertraut, das klassische TV sei überholt und er wie wisse, was man stattdessen anbieten müsse.

Letzten Meldungen zufolge soll Apple den geplanten Streaming-Dienst bis auf Weiteres auf Eis gelegt haben - offenbar wegen Differenzen über den Inhalt. Für diesen Dienst mit rund 25 Kanälen, sollte er denn tatsächlich einmal angeboten werden, will Apple angeblich 30 bis 40 Dollar pro Monat verlangen.

lg

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