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Procter & Gamble-Produkte

Dem starken Dollar getrotzt

Procter & Gamble verblüfft Analysten

Stand: 26.01.2016, 15:18 Uhr

Mit seinen Verkäufen von Windeln, Waschmittel und Co. hatte der US-Konzern Procter & Gamble zuletzt enttäuscht. Darum ist die Freude über die Zahlen des vergangenen Quartals umso größer.

Zwar schrumpften die Umsätze im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 um neun Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dagegen schwoll der Gewinn pro Aktie (EPS) mit 1,04 Dollar um neun Prozent an. Der Gewinn lag bei 3,2 Milliarden Dollar - und wuchs damit um 33 Prozent.

Vor allem durch Kostenreduzierungen habe man dieses positive Ergebnis "in einem Umfeld von makroökonomischem und geopolitischem Gegenwind" erzielen können, so der zufriedene CEO David Taylor.

Ein bekanntes Leid

Der Konzern profitierte durch Preissteigerungen bei Produktinnovationen. Dies habe auch negative Wechselkurseffekte abmildern können, die bei dem Verkauf in Länder mit derzeit schwacher Währung wie Russland, Brasilien oder Mexiko entstehen.

Der starke Dollar setzt den international aufgestellten US-Konzernen derzeit zu. Procter & Gamble rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit deutlichen Währungseffekten.

Der Konzern kündigte an, im laufenden Geschäftsjahr zwischen 15 und 16 Milliarden Dollar unter anderem über Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe an Anteilseigner auszuschütten.

Verkauf an Parfümhersteller

Der Quartalsgewinn übertraf die Erwartungen der Analysten. Vorbörslich lag die P&G-Aktie zeitweise um 1,6 Prozent im Plus. Der Kurs erholt sich seit Oktober von seiner Talfahrt. In den ersten neun Monaten 2015 hatte die Aktie 15 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Im Sommer hatte P&G seine Haarpflege-Marke "Wella" an den US-Konzern Coty verkauft. Der Parfümhersteller vertreibt Düfte von den Marken Calvin Klein, Davidoff und Adidas.

cw

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