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Konzernumbau: Kaffeemaschine statt TV und Audio

Philips schaltet auf Rot

Der Elektronikkonzern baut weiter um. Die Fernseher sind schon weg, jetzt verkauft Philips das Audio- und Videogeschäft. Von den klassischen Elektrogeräten bleiben nur die Gewinnbringer: Toaster, Kaffeemaschine, Rasierer. Doch das Schlussquartal war noch mal rot.

Das vierte Quartal 2012 haben die Niederländer unterm Strich mit einem Fehlbetrag von 355 Millionen Euro abgeschlossen. Das liegt vor allem an einer Kartellstrafe der Europäischen Union, die mehrere Fernsehhersteller in die Zange nahm. Philips bekam eine Strafe von 196 Millionen Euro aufgebrummt. Aber auch der Konzernumbau kostet, der Siemens-Wettbewerber baut aktuell rund 6.700 Stellen ab.

Philips: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra EU Stars für den Zeitraum Intraday
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Rote Zahlen waren zwar an der Börse erwartet worden, aber man hatte mit einem geringeren Verlust gerechnet. Die Konsensschätzungen lagen bei 308 Millionen Euro. Auch beim Umsatz, der im Schlussquartal um gut sieben Prozent auf 7,2 Milliarden Euro stieg, blieb Philips leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Aktie tritt zum Handelsstart auf der Stelle. Allerdings können Anleger das verschmerzen, das Papier befindet sich seit Monaten im Aufwärtstrend.

Keine Kopfhörer und Lautsprecher mehr…

Die Zukunft sieht Europas größter Elektro-Konzern optimistisch. Im laufenden Geschäftsjahr werde man die gesetzten Finanzziele erreichen. Das Umsatzwachstum werde zwar zunächst moderat bleiben, doch in der zweiten Jahreshälfte anziehen.

Um trotz der Widrigkeiten in Europa auf der Erfolgsspur zu bleiben, will sich Philips künftig auf profitablere Geschäftsfelder konzentrieren. Der Konzern verkauft sein Audio- und Videogeschäft für 150 Millionen Euro. Damit verabschiedet sich Philips von einem weiteren Traditionsbereich. Das Fernsehgeschäft wurde bereits aufgegeben. Immerhin soll das nun an die japanische Funai Electric weitergereichte Geschäft mit Kopfhörern, Lautsprechern und Projektoren Philips noch Lizenzeinnahmen einbringen.

… dafür Toaster und Rasierer

Künftig haben die Niederländer an klassischen Elektro-Geräten nur noch solche für den Haushalt im Angebot - etwa Toaster, Rasierer und Kaffeemaschinen. "Mit dem Verkauf machen wir einen weiteren Schritt beim Umbau des Lifestyle-Bereichs", erklärte Philips-Chef Frans van Houten am Dienstag anlässlich der Vorlage der Quartalsbilanz.